HC TuRa in den letzten Minuten „zu blöd“
05.02.2012 | 20:44 Uhr 2012-02-05T20:44:00+0100
Die Oberliga-Handballer des HC TuRa Bergkamen wussten am Ende nicht, ob sie lachen oder weinen sollten über den Punktgewinn (33:33) beim Aufsteiger und Abstiegskandidaten in Porta Westfalica.
Handball-Oberliga: TuS 09 Möllbergen - HC TuRa Bergkamen 33:33 (14:16). Der HC TuRa wusste am Ende nicht, ob er lachen oder weinen sollte über den Punktgewinn beim Aufsteiger und Abstiegskandidaten in Porta Westfalica. „Acht Minuten vor dem Schlusspfiff lagen wir noch mit sechs Toren vorne und dann mussten wir nach dem 33:32 noch froh sein, einen Punkt mitgenommen zu haben“, so ein enttäuschter Trainer Christof Reichenberger nach dem Teilerfolg. „Wir waren in den letzten acht Minuten einfach zu unkonzentriert“, hatte er schnell den Grund für den Punktverlust gefunden.
Dabei lag es auch nicht daran, dass sich Kapitän „Alex“ Katsigiannis ab der 45. Minute einer hautnahen Deckung „erfreuen“ durfte und sich zum gleichen Zeitpunkt Torhüter Mathias Massat wieder an der Schulter verletzte und durch Stamatis „Stammi“ Papaioannou ersetzt werden musste, der aber seine Sache nach Aussage des Trainers auch gut machte.
Dabei sah es bis zur 25. Minute gar nicht so schlecht aus, denn da führte TuRa mit 15:12 und lag auch noch beim Seitenwechsel vorne. Nach der Pausenansprache durch die Trainer baute der Gast aus Bergkamen seine Führung kontinuierlich aus. So stand es nach 50 Minuten 29:23 für den HC TuRa, der damit schon wie der sichere Sieger aussah. Dann stand es aber nach weiteren fünf Minuten nur noch 30:29. In den letzten Minuten spielte sich Möllbergen vor rund 400 Zuschauern „in einen wahren Rausch“ (Reichenberger). Entscheidender Mann auf Seiten der Gastgeber war Renée Hilla. „Der machte in den letzten acht Minuten vier Tore“, musste der HCT-Trainer mit ansehen, wie der Mittelmann aufdrehte. „Wir waren einfach zu blöd“, gab er zu. „Dabei haben wir gar nicht schlecht gespielt und nicht umsonst mit sechs Toren geführt. Und dann brachte der Trainer, glaube ich, seine B-Mannschaft und die begann aufzutrumpfen“, so Reichenberger weiter, nicht ohne einen gewissen Sarkasmus. „Wir haben dann einfach zu viele individuelle Fehler und dumme Zeitstrafen erhalten.“ Zu allem Übel sah Björn „Harry“ Grüter in der letzten Minute die Rote Karte, die eine Sperre nach sich ziehen wird. „Ich weiß auch nicht, was mit der Verletzung von Mathias Massat ist“, sieht „Curry“ nicht ohne Sorge auf das nächste Spiel am kommenden Sonntag (17 Uhr) gegen die zweite Mannschaft des VfL Eintracht Hagen.
HC TuRa Bergkamen: Massat (1. – 45.), Papaioannou (ab 45.); Cromm, Grüter (3), Honerkamp, Katsigiannis (8/2), Krohne (1), Lehmkemper, Pohl (1), Römermann, Schrage (2), Weßeling (6), Wiedemann (12).
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