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Februar eine gefährliche Zeit für die Trainer

21.02.2012 | 12:05 Uhr
Februar eine gefährliche Zeit für die Trainer
Abschied in der laufenden Saison: Trainer Christof Reichenberger und der HC TuRa Bergkamen haben sich im beiderseitigen Einvernehmen in der zurückliegenden Woche getrennt.

Von den 15 Trainern der Mannschaften aus der Handball-Oberliga Westfalen hat mehr als ein Viertel nach zwei Drittel der Saison mehr oder weniger freiwillig ihre Plätze auf der Bank räumen müssen.

Von den 15 Trainern der Mannschaften aus der Handball-Oberliga Westfalen hat mehr als ein Viertel nach zwei Drittel der Saison mehr oder weniger freiwillig ihre Plätze auf der Bank räumen müssen. Besonders aber der Februar scheint eine gefährlich Zeit für Oberliga-Übungsleiter zu sein, denn gleich drei von den vier geschassten wurden kurz nach der Hinrunde von ihren Aufgaben entbunden.

Den Anfang machte im November der TuS Möllbergen. Vor dem zehnten Meisterschaftsspiel des Aufsteigers gegen den TV Soest stellte Trainer Wolfgang Prüm sein Amt zur Verfügung. Drei Punkte hatte sein Team bis dahin ergattert. Mit dem Ex-Gütersloher Hagen Hessenkemper war schnell ein Nachfolger gefunden, der bisher sieben Pluspunkte verbuchen konnte. Einen davon lieferte der HC TuRa Bergkamen bei seinem Gastspiel ab.

Der erste Coach, den es im Februar erwischte, war Micky Reiners von der HSE Hamm. Der allerdings bot dem Vorstand seinen Rücktritt an, den dieser auch annahm, zumal der langjährige Trainer die HSE eh nach der Saison verlassen hätte, um den Drittligisten Altenhagen-Heepen zu übernehmen. Seinen vorzeitigen Abgang sollen Gerüchte beschleunigt haben, er wolle die Torhüter der HSE abwerben und sie mit zu seinem neuen Verein nehmen.

Es war wohl Zufall, dass gerade zu dem Zeitpunkt, als in Hamm der Trainerstuhl frei wurde, sich auch der neue Hammer Coach und sein alter Verein in beiderseitigem Einvernehmen trennten. Christof „Curry“ Reichenberger vom HC TuRa Bergkamen stand schon längere Zeit als Nachfolger von Reiners in Hamm fest. Reichenberger verzichtet aber darauf, sofort beim Hammer Nachbarn tätig zu werden.

Und als vorläufig Letzten traf es den Ungarn Laszlo Benyei von der HSG Augustdorf/Hövelhof. Der Ex-Zweitligist, der als Tabellenvierter sechs Punkte Rückstand auf Tabellenführer VfL Gladbeck aufweist, zog die Reißleine, da aus den fünf Spielen in diesem Jahr „nur“ 6:4-Zähler heraussprangen. Die Trennung kam deshalb so überraschend, da der 54-Jährige schon seine Zusage für die kommende Saison gegeben hatte.

Ob die „Sandhasen“ aus Augustdorf, die bis zum Saisonende von Teammanager Udo Schildmann trainiert werden, noch in den Zweikampf an der Spitze zwischen dem VfL Gladbeck (32:6-Punkte) und dem TuS Spenge (28:10) eingreifen können, wird sich zeigen. Dem Tabellendritten HSE Hamm wird nachgesagt, dass er kein großes Interesse an einem Wiederaufstieg habe.

Interessant wird auch die Frage, wer den fast schon als Absteiger feststehenden TSV Hahlen in die Verbandsliga begleitet. Neben Hahlen (3:33-Punkte) sind der TuS Möllbergen (10:28), die HSG Gütersloh (11:27) und Teutonia Riemke (11:25) am meisten gefährdet. Nur einen Rang davor platziert ist der HC TuRa Bergkamen (15:23).

Vier Teams stehen am Tabellenende

Nicht unwesentlich wird es sein, welche Mannschaften am Saisonende aus der Dritten Liga West in die Oberliga Westfalen absteigen. Gleich vier Teams (TSG Altenhagen-Heepen, VfL Eintracht Hagen, LIT Nordhemmern/Mindenerwald und die Ahlener SG) aus diesem Bereich zieren das Tabellenende. Sollte Hagen das rettende Ufer nicht mehr erreichen, müsste die zweite Garnitur automatisch aus der Oberliga absteigen, so dass nur noch drei Teams die höchste westfälische Klasse verlassen müssten.

WH

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