Erstmals Torhüter an der Spitze
01.02.2012 | 17:22 Uhr 2012-02-01T17:22:00+0100
Bei der diesjährigen Ehrung der besten Handballer der Saison 2010/2011 stand erstmals ein Torhüter an der Spitze der Nominierungen für die „Top Seven“.Matthias Massatvom Oberligisten HC TuRa Bergkamen brachte dieses Kunststück fertig.
Bei der diesjährigen Ehrung der besten Handballer der Saison 2010/2011 stand erstmals ein Torhüter an der Spitze der Nominierungen für die „Top Seven“. Matthias Massat vom Oberligisten HC TuRa Bergkamen brachte dieses Kunststück fertig.
Massat war es, der bei seinem Verein konstant gute Leistungen brachte und seinem Team so zu manchem Punkt verhalf. Insgesamt achtmal war er der beste Torhüter des Spieltages. Angesprochen darauf, dass er nach der Niederlage vom letzten Sonntag schon wieder lachen könne, kam seine knappe Antwort: „Es nützt ja nichts, es muss ja weitergehen.“ Zu Tipps gefragt, die er als Handballtorwart einem Fußballkollegen geben könne, zog er sich sehr diplomatisch aus der Affäre: „Damit habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt.“
Der nächste Geehrte läuft noch für elf Spiele zusammen mit Massat noch im gemeinsamen TuRa-Trikot auf. Nach dem letzten Schlusspfiff der laufenden Saison werden sich die sportlichen Wege des Torhüters und Sebastian „Kalle“ Pohl trennen. In der vergangenen Woche informierte der sowohl im Rückraum als auch am Kreis einsetzbare Spieler seine Mannschaftskameraden und die TuRa-Verantwortlichen über seinen Wechsel zum Nachbarn SuS Oberaden. „Er kämpft immer und kämpft sich dabei die Lunge aus dem Leib“, wie ihn Sportredakteur Stefan Knepper charakterisierte, der die Ehrungen vornahm. Als Hauptgrund für seinen Wechsel nannte Pohl dann seine Arbeit und die damit verbundene Wechselschicht. „Oberaden hat jetzt schon eine gute Mannschaft und ich glaube, dass man da noch was erreichen kann.“ Für seinen alten Verein will er noch bis zum Saisonende auf jeden Fall Vollgas geben.
Nach Pohl kamen gemeinsam seine künftigen Teamkollegen Mats-Yannick „Bolle“ Roth und Bastian „Shorty“ Stennei an die Reihe geehrt zu werden. Beide Oberadener Linkshänder stehen vor dem vielleicht vorentscheidenden Spiel am kommenden Sonntag gegen den Tabellenführer Hattingen, der fünf Punkte vor den zweitplatzierten Bergkamenern platziert ist. „Vielleicht können wir da ja was holen und dann wären es nur noch drei Punkte“, rechnet Roth, der auch erklärte, wie er zu seinem Spitznamen kam: durch seinen Oberschenkel, eben der Bolle.
„Es sind noch zwölf Spiele und da ist noch Einiges drin“, ist auch der lange Stennei optimistisch. Zu seinem „impulsiven Trainer Weinberger“ (Knepper) sagt er, dass nach dem Spiel alles wieder vorbei und vergessen sei.
Sascha Inkmann bleibt in Heeren
Sascha Inkmann vom HC Heeren erklärte den kleinen „Absturz“ seiner Mannschaft damit, dass sie sich zwar verstärkt habe, aber der Einbau der neuen Spieler Zeit brauche. Er selber werde in Heeren bleiben. „Ich glaube auch, dass bis auf einen alle anderen bleiben werden. Was an Neuverpflichtungen kommen wird, weiß ich nicht.“
Dreimal Bezirksliga war dann angesagt: Die beiden Massener Jan Brosch und Florian Dröge sowie der alte neue „Westfale“ Maiko Maaz. „Was machen die Gegenspieler mit Dir, um Dich zu halten“, wurde der baumlange 20-jährige Kreisläufer Brosch gefragt. Die knappe und lapidare Antwort: „Weiß ich nicht, nicht viel.“ Für den Rückraum sei er im Übrigen zu schwer. Was seine sportliche Zukunft, er hatte auch ein Angebot von TuRa Bergkamen, anbelangt, hat er noch keine Zusage „in beide Richtungen“ gegeben.
„Ich habe am Wochenende das erste Mal wieder Fleisch gegessen“, erzählte der nach einem Kieferbruch lange pausierende Florian Dröge, der aber immer noch an Meisterschaft und Aufstieg „seiner“ SG Massen glaubt.
Berufliche Gründe waren es auch, die Maiko Maaz zu einem erneuten Wechsel zum abstiegsbedrohten TuS Westfalia Kamen veranlassten. „Ich will meinem alten Verein noch ein wenig helfen.“ Ab der übernächsten Woche kann er das dann tun.
Tristan Lysakowski fehlt die Zeit
Tristan Lysakowski, bis zu Beginn der Saison auch beim Landesligisten HC Heeren, wechselte beruflich nach Bochum und betreut nebenbei physiotherapeutisch auch noch die U-19 des VfL Bochum. „Deshalb habe ich keine Zeit mehr, selber zu spielen“, sagte der pfeilschnelle Linksaußen zum plötzlichen Ende seiner Karriere.
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