„Fest des Kamener Sports”
Bekanntgabe der Sieger ohne Verzögerung
19.04.2010 | 05:00 Uhr 2010-04-19T05:00:00+0200
Kamen. Den Umschlag schnörkellos öffnen und den Sieger ohne Verzögerung verkünden. An einer derart flotten Präsentation hätten die DSDS-Fans ihre helle Freude gehabt. Beim „Fest des Kamener Sports” ging es am Samstagabend kurzweilig zu.
Tayisiya Morderger ist zur „Sportlerin des Jahres 2009” gewählt worden, erfolgreichster Sportler ist Sebastian Vogt und die beste Mannschaft aus dem letzten Jahr stellt der CVJM Kamen.
Tayisiya Morderger spielt für den TC Kamen-Methler Tennis und ist wohl eines der größten Talente im heimischen Kreis. Unter anderem sicherte sich die 13-Jährige im zurückliegenden Jahr den Vize-Titel bei der deutschen U12-Meisterschaft.
"Es ist ein sehr
schönes Gefühl,
die Wahl gewonnen
zu haben."
„Es ist ein sehr schönes Gefühl, die Wahl gewonnen zu haben”, gestand die Nachwuchsspielerin im Gespräch mit Volker Timmerhoff, der gemeinsam mit Bettina Dresselhaus den Abend in der Kamener Stadthalle moderierte. Zu Mordergers Vorbildern auf dem Tennisplatz gehören Dinara Safina und Roger Federer. Auf ihre sportlichen Ziele angesprochen, sagte sie ohne zu zögern: „Ich will Profi werden.” In der entscheidenden Wahl hatte sie sich gegenüber Silke Wende (Schwimmverein Kamen) und Carolin Dihr (VfL Kamen, Leichtathletik) behaupten können.
Bester Sportler des zurückliegenden Jahres ist Sebastian Vogt geworden. Der 17-jährige Leichtathlet des VfL Kamen hatte sich unter anderem bei der Ruhr-Olympiade den Sieg im Stabhochsprung gesichert. Zudem war er 2009 der erfolgreichste Stabhochspringer Westfalens in der B-Jugend. Seine Steigerung im vergangenen Jahr um 80 Zentimeter verzückte nicht nur die Experten. Bei 4,50 m liegt seine aktuelle Rekordmarke. „Wie er zum Stabhochsprung gekommen ist”, fragte Dresselhaus. „Es hat sich halt ergeben und es macht Spaß”, sagte das Leichtathletik-Talent. Er hatte sich bei der Wahl zum „Sportler des Jahres” gegen Jochen Schulte (Luftsportfreunde Kamen-Dortmund) und Dominik Beier (VfL Kamen, Turnen) durchsetzen können.
"Es zeigt sich, dass
wir mit dem
Nachwuchs auf dem
richtigen Weg sind."
Jugendlich ging es auch bei der Wahl zur besten Mannschaft zu. Die Indiaca-Spieler (Jahrgänge 1991/92) des CVJM Kamen machten das Rennen. Stimmungsvoll stürmten sie auf die hell erleuchtete Bühne. Im letzten Jahr hatten sie unter anderem den Jugend-World-Cup gewonnen. Nach den Sommerferien wird ein Großteil der Mannschaft in die „Erste” des CVJM wechseln und dort den Generationswechsel einläuten. „Es zeigt sich, dass wir mit dem Nachwuchs auf dem richtigen Weg sind”, sagte Dirk Marquardt, Vorsitzender des CVJM Kamen.
Das Nachsehen bei der diesjährigen Wahl zur „Mannschaft des Jahres” hatten die Triathlon-Herren des TVG Kaiserau und die B-Jugend-Zehnkämpfer des VfL Kamen.
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf. Wir hatten eine sehr gute Publikumsnachfrage”, sagte Markus Höper, Geschäftsführer des Kamener Stadt-Sport-Verbandes, nach dem Abschluss der Ehrungen. 380 Gäste verfolgten die Auszeichnung von insgesamt 205 Aktiven.
0mitdiskutieren