Fußball-Landesliga
Beim SSV Mühlhausen schrumpft der Kader
06.09.2010 | 17:26 Uhr 2010-09-06T17:26:00+0200
Da konnte eigentlich gar nichts schief gehen. Gleich drei Trainer standen beim SSV Mühlhausen-Uelzen im Heimspiel gegen den SSV Meschede an der Seitenlinie. Dirk Eitzert, Andreas Feller und Michael Ostrzinski. Und der Torwartcoach Martin Bachmann war auch präsent, hielt sich aber mehr im Hintergrund auf. Das SSV-Trainer-Quartett strahlte nach dem Schlusspfiff mit dem Sonnenschein um die Wette. 3:1 gewonnen, Tabellenplatz drei. Alles richtig gemacht.
Den Dreier musste der SSV allerdings teuer bezahlen: Rote Karte für Piere Krause und Philipp Timmermann konnte nach seiner Einwechslung nur durch ein Foul in seinem Sturmdrang gebremst werden, musste mit einer Armverletzung gleich wieder raus . Bittere Ausfälle: Krause droht eine vierwöchige Sperre für ein Allerweltsfoul, das Schiri Hamza Sahin (Bochum) als grobes Foulspiel im Spielbericht vermerkte. Bei Youngster Timmermann muss ein Handbruch befürchtet werden. Da war die Rote Karte für den Übeltäter nur ein schwacher Trost. Auch Dustin Kumor überstand angeschlagen nicht die 90 Minuten. Der nicht gerade üppige Kader der Mühlbachkicker schrumpft, zumal Sascha Wenz weiter ausfällt.
Alles richtig gemacht?. Nicht ganz, denn die Torausbeute des SSV ließ gemessen an den sich bietenden Gelegenheiten zu wünschen übrig. Nur drei Treffer, knapp gerechnet hätten es auch drei, vier mehr sein können. Doch Ömer Sönmez, Ahmed Keske und auch Piere Krause waren nicht immer konzentriert genug beim Abschluss. Dirk Eitzert platzte an der Außenlinie fast der Kragen. „Macht die Dinger endlich weg“, forderte er seine Offensivspieler zu mehr Abschlussstärken auf.
Wie sich die Bilder gleichen. Auch Liga-Konkurrent VfK Weddinghofen ging trotz der fünf Treffer fahrlässig mit seinen weiteren Torchancen um. „Mit dem 5:1 war Rhynern noch gut bedient“, wollte VfK-Coach Björn Lerbs dann aber nicht viel motzen. Immerhin war der erste Saisonsieg unter Dach und Fach. „Wir haben uns vor allem spielerisch gegenüber den letzten Partien verbessert“, befand der Linienchef. Sein Kader war wieder gefüllt und die lange vermissten Brügmann und Schlej zeigten auf, wie wertvoll sie für die junge Mannschaft sein können. Auch die neu formierte Abwehr zeigte sich als Einheit, nicht mehr so löchrig wie zuletzt. Dann wurde nicht mehr so zurückhaltend agiert, mehr nach vorne gespielt. „Das ist unser System, so müssen wir auch weiter auftreten“, gibt Björn Lerbs diese Richtung vor, zumal mit Sebastian Placzek und Yasin Gider vorne die beiden Trümpfe stechen. Auch auf Engin Duman hofft der Coach. In dieser Woche steht kein Pokaleinsatz für den VfK an. Donnerstag will man in Bockum-Hövel spionieren. Dort muss SSV Mühlhausen im Kreispokal ran – und Bockum-Hövel ist am kommenden Sonntag dann der nächste Gegner der Weddinghofener.
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