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Aus der Not eine Tugend machen

17.09.2010 | 17:06 Uhr
Aus der Not eine Tugend machen
Unter Zugzwang: Der VfK Weddinghofen (hier im Heimspiel gegen Meschede) braucht gegen den SC Neheim dringend einen „Dreier“, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien..

Der SSV Mühlhausen empfängt heute Abend im Spitzenspiel den SV Westfalia Rhynern um 18 Uhr am Mühlbach und hat große personelle Probleme. Der VfK indes braucht gegen den SC Neheim dringend einen „Dreier“, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien.

SSV Mühlhausen-Uelzen - SV Westfalia Rhynern II (Samstag, 18 Uhr). Die Verletzten- und Ausfallliste ist lang: Marco Köhler (Innenbanddehnung) verletzte sich beim 1:2 in Davensberg am Knie und fällt rund drei Wochen aus. Auch Philipp Hoffmann (Kursfahrt), Piere Krause (Rotsperre), Dustin Kumor (Urlaub), Philipp Timmermann (Kahnbeinbruch) und Sascha Wenz (Knochenhautreizung) fallen aus. Bei Wenz soll eine Kernspinuntersuchung nächste Woche endlich Aufschluss über die genaue Verletzung geben. Erdem Erdogmus, der bislang ohnehin stets verletzt fehlte, fällt aufgrund seines beginnenden Studiums komplett aus dem Kader für diese Saison. Keven Krause kehrt heute aus Spanien zurück und soll ebenso spielen wie Ömer Sönmez, der unter der Woche beruflich bedingt nicht trainieren konnte. Aus der Kreisliga-A-Mannschaft rücken Simon Haardt und Marcel Böhme ins Aufgebot, aus der A-Jugend stoßen Dominik Keller und Julian Blume zum Team. „Zwei dieser Vier werden spielen“, verrät SSV-Coach Dirk Eitzert, der aus der Not jedoch eine Tugend machen will. „Wir spielen trotzdem nach vorne auch wenn ein paar Mann fehlen. Ich erwarte von den Jungs, dass sie sich anbieten wollen. Das ist keine Notelf, sondern die Leute sollen ihre Chancen nutzen“, sagt der Ex-Profi. Mit Westfalia Rhynern II kommt eine typische Reserve-Mannschaft ins Mühlbach-Stadion, die mit vielen jungen und technisch starken Spielern bestückt ist. „Im Zweikampfverhalten und in Sachen Cleverness müssen wir gegen sie punkten“, weiß Eitzert. „Wenn wir oben dran bleiben wollen, müssen wir gewinnen, sonst hängen wir wohl zunächst im Mittelfeld fest.“

VfK Weddinghofen - SC Neheim (So., 15 Uhr). Der VfK Weddinghofen steht nach fünf Spieltagen in der neuen Saison auf Rang 13 der Tabelle. Eine Platzierung, die wohl so gar nicht dem entspricht, was sich einerseits der Club vor der Saison vorgenommen hat und andererseits tatsächlich an Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Morgen ist der SC Neheim zu Gast am Häupenweg. „Nach dem letzten Wochenende haben wir etwas gut zu machen“, weiß nicht nur VfK-Coach Björn Lerbs, „die Truppe muss zeigen, dass sie nicht nur spielerisch, sondern auch kämpferisch bestehen kann. Das hat in Bockum-Hövel nicht geklappt.“ Mit dem SC Neheim kommt ein Gegner zum VfK gegen den wohl auch genau diese Tugend – der Kampf – gefragt sein wird. Die Elf von Coach Christoph Linstaedt, die mit zwei Siegen, zwei Remis und einer Niederlage in die Saison gestartet ist, wurde vor dieser Spielzeit stark verjüngt und wird nun von Ex-Profi Uwe Grauer auf der Liberoposition geführt. „Insgesamt ist es eine junge Mannschaft, gegen die wir in erster Linie kämpferisch bestehen müssen“, so Lerbs. Hinter dem Einsatz von Thilebaan Ethirmanasingam (muskuläre Probleme) steht noch ein Fragezeichen. „Er wird wohl nicht spielen“, glaubt Lerbs. Engin Duman, Bork Wölm, Kevin Vehring und Alex Gümüser fallen aus. Willi Schlej (Erkältung) sollte wieder fit sein. „Wir gehören, so denke ich, definitiv nicht da unten hin, wo wir momentan stehen. Jetzt kommen die Gegner, die wir schlagen müssen“, sagt der A-Lizenz-Inhaber.

TSK

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