Zwei Olperinnen im Zwischenlauf

Kreis Olpe/Neubrandenburg..  Zwei Tage Deutsche Hallen-Meisterschaften der U20: Zwei Tage mit einigen Turbulenzen, mit großartigen Leistungen und etwas Enttäuschung bei den OE-Athleten.

„Unser Ziel ist es, an unsere Bestleistungen ranzukommen. Was die Konkurrenz macht, können wir nicht beeinflussen“, gab Karl-Heinz Besting vom SC Olpe schon im Vorfeld als Direktive aus.

Und genau so kam es dann auch im hoch gehandelten Wettbewerb über 4x200-Meter, wenngleich erst einmal gegen eine Disqualifikation - erfolgreich - Einspruch eingelegt werden musste. „Der Wechsel von Johanna Heuel auf Marie Ries soll irregulär gewesen sein, aber wir konnten dank unseres eigenen Filmmaterials die Richtigkeit des Wechsels belegen“, beschrieb Besting. Es reichte nicht ganz für das B-Finale. Mit 1:42,77 Minuten, Kreisrekord, hatten Johanna Heuel, Marie Ries, Sophia Werthenbach und Julia Springob ihre Bestzeit „um sagenhafte sechs Zehntel Sekunden“ verbessert.

Karina Heuel im Pech

Dabei musste Trainer Dieter Rotter kurzfristig das bestens eingespielte Quartett umstellen, da Karina Heuel mit einem grippalen Infekt passen musste. „Natürlich war sie total unglücklich, die monatelange Vorbereitung dahin“, schilderte Besting die Gemütslage. Und dann diese Zeit, die aber doch „nur“ Platz 10 unter den 36 Staffeln bedeutete. „Ein toller Erfolg“, stellte Besting aber klar, „da die gegnerischen Staffeln heute auch meist fehlerlos agierten und ihre läuferische Überlegenheit ausspielten.“

Ebenfalls Bestzeit (1:46,02) sprang für das zweite Quartett des SCO mit Sarah Langemann, Tamara Müller, Anja Beckmann und Irini Grigoriadou heraus. Das brachte ihr einen respektablen Rang 22 ein, vor den beiden Staffeln aus dem Siegerland, LG Kindelsberg Kreuztal und CLV Siegerland.

Durcheinander

Nach dem Protest vom Samstag ging schon in der Halle das Gerücht um, dass ein Zettel an der Tür des Wettkampfgerichts hinge: „Zutritt für Dieter Rotter und Karl-Heinz Besting verboten.“

Diese Legende muss wohl hellseherische Fähigkeiten vorausgesetzt haben. Grund: Der Vorlauf über 60 Meter mit Marie Ries brachte unverständliche Zeiten. „Da gab es ein Fehlverhalten vom Starter. Zum Glück hat das Kampfgericht unserem Protest stattgegeben und der Lauf wurde wiederholt. Mit gutem Ausgang für Marie. Mit 7,90 Sekunden erreichte Marie den Zwischenlauf“, schilderte Karl-Heinz Besting das erneute Durcheinander.

Mit einer super Leistung erreichte Julia Springob in 7,92 Sekunden ebenfalls wie Marie Ries den Zwischenlauf. Besting: „Erstmals zwei Sprinterinnen im Zwischenlauf einer Deutschen Jugendmeisterschaft, das hat es im Kreis Olpe noch nicht gegeben.“