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"Zeit, in die Puschen zu kommen"

27.02.2009 | 21:05 Uhr

Kaan-Marienborn. (mato) Fußball-Landesligist FC Lennestadt startet seine Aufholjagd auf die Nichtabstiegsplätze mit einem Auswärtsspiel, das im Vorhinein viele Fragezeichen in sich birgt.

Am Sonntag 15 Uhr geht es beim 1. FC Kaan-Marienborn um die ersten drei Punkte. "Es wird Zeit, dass wir in die Puschen kommen", fordert FCL-Trainer Friedhelm Vormweg.

Die fußballfreie Zeit hat an den Nerven der Verantwortlichen auf´m Ohl genagt. Nach der ungeplanten Niederlage im Lokalduell gegen Rot-Weiß, dem Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz und der Transferposse um den Hagener Ömer Durgun bot der Winter zu viel Zeit, um die eigene Lage zu bedenken. Vormweg ist da froh, wenn wieder der rollende Ball im Mittelpunkt des Interesses rückt: "Wir sind ja schon seit dem 9. Januar im Training."

Die Stimmung beim morgigen Konkurrenten dürfte ähnlich sein. Nachdem man im Sommer nach einem fulminanten Bezirksliga-Jahr mit riesigen Erwartungen in die neue Saison startete, musste sich Kaan fernab der selbstdefinierten Titelkandidatur mit der schnöden Mittelklasse abfinden.

Auch der Trainerwechsel zu Gerhard Noll konnte daran nicht viel ändern. In den letzten acht Spielen gab es nur zwei Siege, diese aber unmittelbar vor der saisonalen Unterbrechung. Jetzt soll es mit dem jungen Knipser und ehemaligen Gerlinger Dennis Zeppenfeld besser werden. Gästecoach Vormweg erwartet jedenfalls eine "zielstrebige Mannschaft" des 1. FC Kaan.

Er selbst hatte in seiner Lennestädter Amtszeit schon größere Variationsmöglichkeiten. Yalcin und Pavlovic sind nicht mehr da, Gregor Schulte ist gesperrt, Tobias Thöne weilt für den Rest der Saison in München und nun droht auch noch der Ausfall seiner etatmäßigen Liberos. "Kia Elshani hat eine Kapselverletzung und Stefan Lönze Probleme mit der Achillesferse. Wir treten mit einer Rumpfmannschaft an", bedauert Vormweg.

Gedanken aus einigen Teilen des Umfelds, wonach eine weitere Verzögerung aufgrund der Personalmisere wünschenswert sei, weist er jedoch von sich: "Wir wollen zumindest einen Punkt."

Dabei soll neben einigen Jugendspielern Niko Allegretti helfen. Nachdem er bereits zur Vorsaison gekommen war und mit zahlreichen Toren sofort auf sich aufmerksam machte, litt der ehemalige Attendorner Stürmer ein Jahr lang an Verletzungsfolgen. Nun will er wieder angreifen. Vormweg: "Niko wird spielen. Man sollte ihn aber auf keinen Fall unter Druck setzen und denken: "Jetzt kommt der Allegretti und holt sofort die Eisen aus dem Feuer.´"

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