Wolf wünscht sich zum Abschied dritten Kreispokalsieg mit dem SV Rothemühle

Für Nico Renner (rechts) und seine in der Meisterschaft zuletzt gestrauchelten Rothemühler Mitspieler ist das Kreispokalfinale gegen Olpe das Spiel des Jahres.
Für Nico Renner (rechts) und seine in der Meisterschaft zuletzt gestrauchelten Rothemühler Mitspieler ist das Kreispokalfinale gegen Olpe das Spiel des Jahres.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Von einem vorweggenommenen Abschiedsspiel will Maik Wolf nicht sprechen.

Rothemühle/Olpe..  „Aber das ist auch kein normales Spiel für mich“, gibt der seit 2003 (!) amtierende Dauertrainer des SV Rothemühle vor dem Kreispokalfinale um 19 Uhr „dahoam“ gegen den Top-Favoriten SpVg Olpe zu.

„Es wäre eine super Sache, den Pokal in den Händen halten zu können.“ Dann wären am Mittwochabend mit einem Schlag auch die Enttäuschungen der letzten Meisterschaftswochen vergessen.

Erinnerungen an Paderborn 2008

Maik Wolf denkt – wie in all seinen Jahren am Rothenborn – in erster Linie aber nicht an sich, sondern an den Verein. „Ich würde es dem SV Rothemühle wünschen, im Westfalenpokal wieder ein attraktives Los wie den SC Paderborn zu erwischen.“ Der damalige Dritt- und heuteige Bundesligist war am 6. August 2008 in Rothemühle zu Gast und gewann mit 6:0.

Auch wenn Außenseiter Rothemühle am Mittwochabend zu Hause gegen den souveränen Landesliga-Spitzenreiter Olpe wie erwartet den Kürzeren ziehen sollte, ist der Einzug der Gastgeber in den Westfalenpokal so gut wie perfekt. Denn wer zweifelt noch daran, dass die Kreisstädter Meister werden und damit automatisch im Verbandspokal spielen? Dann folgt der Pokalverlierer automatisch nach.

Das Abschneiden „seines“ SV Rothemühle im Westfalenpokal wird Maik Wolf dann aus der Ferne verfolgen. Denn der Übungsleiter, der mit dem SV Rothenühle in die Landesliga auf- und wieder abgestiegen ist und dem Dornseifer-Klub zwei Kreispokalsiege beschert hat, wechselt im Sommer nach Freudenberg. Vorher freut sich der zuletzt in der Meisterschaft so leidgeprüfte Trainer über einen „richtig geilen Abschluss“.

„Wir können mit richtig guter Laune in das Spiel gehen“, gibt sich Maik Wolf locker und entspannt. Und das können auch seine Spieler sein. „Es ist etwas ganz Besonderes, ein solches Finale zu erreichen. Das erleben viele in ihrer Karriere höchstens einmal“, weiß der scheidende Coach.

Rothemühle Sieger 2007 und 2008

Die Liste der Kreispokalsieger seit 2004 ist prominent besetzt. Allerdings fehlt mit der SpVg Olpe ausgerechnet der Verein, der den Fußball im Kreis Olpe in den letzten Jahren dominiert hat. Vor zwei Jahren standen die Kreisstädter zum letzten Mal im Finale des von der Krombacher Brauerei unterstützen Wettbewerbs, damals noch unter dem Trainer Irfan Buz. Gegen RW Hünsborn gab es 2013 eine 1:2-Niederlage.

Griffel schon vier Mal Pokalsieger

Für Ottmar Griffel könnte sich am Mittwoch ein fußballerischer Kreis schließen. Der Erfolgstrainer der Spielvereinigung hat mit BW Hillmicke, RW Lennestadt, SV Langenau und SuS Langscheid/Enkhausen schon in drei verschiedenen Fußballkreisen den Kreispokal gewinnen.

Jetzt winkt das Double: Erst der erneute Pokalsieg mit Olpe und wenig später Meisterschaft und Aufstieg in die Westfalenliga.

„Für mich ist beides die Kür“, sieht Griffel das Pokalendspiel nicht als Pflichtveranstaltung und schließt sich seinem Spieler Jannik Buchen an. „Wir stehen im Finale und wollen jetzt auch den Cup holen“, hatte der zweifache Torschütze von Hünsborn nach dem 2:0 am Löffelberg gesagt. „Das spricht für den Ehrgeiz meiner Spieler“, freut sich der Olper Trainer.

Den Finalgegner hat Griffel im Halbfinale gegen den SV 04 Attendorn (3:1) beobachtet. „Für Rothemühle ist es das Spiel des Jahres“, weiß Ottmar Griffel und geht mit „Respekt“ in diese Partie.

Olpe wieder auswärts

Dass die Kreisstädter im Pokal auswärts antreten müssen, ist schon fast zur Gewohnheit geworden. So musste das Griffel-Team auch alle bisherigen fünf Kreispokalpartien auf des Gegners Platz bestreiten. Und im Westfalenpokal war erst in der 4. Runde nach einer weiten Reise beim Regionalligisten SC Verl (0:10) Schluss. Der Tabellensechste der Regionalliga West steht am Donnerstag im Westfalenpokal-Endspiel. Gegner ist der Ligarivale SF Lotte.