Wohtätige Aktion spornt Uli Gabriel zusätzlich an

Uli Gabriel.
Uli Gabriel.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
„Hey, ich war 18 oder 19!

Attendorn..  In dem Alter sind Mädchen alles, was zählt. Laufen war fad und die Läuferinnen kannte ich alle. Bei Duathlons und Triathlons gab es umwerfende Mädchen. Es war Sommer, die Sonne schien und ich dachte einfach: Das ist fantastisch. Das ist mein Sport.“

Diese Zeilen stammen allerdings nicht aus der Feder von Uli Gabriel vom Tri-Time-Team des TV Attendorn, sondern von keinem Geringeren als dem Australier Chris McCormack, dem zweimaligen Triumphator des Ironman Hawaii.

Uli Gabriel war deutlich älter als 19, als er eine neue Sportart in Angriff nahm. Er kam auch nicht vom Laufen, sondern vom Fußball . Darüber hinaus war er schon verheiratet, als er mit 35 Jahren im Jahr 2006 mit dem Triathlon begann und nicht unbedingt „umwerfende Mädchen“ als Motivation zum Wechsel benötigte. Und ob gerade die Sonne über dem Sauerland schien, mag auch dahin gestellt sein.

Internationaler Vereinsmeister

Uli Gabriel wurde 2014 mit dem Titel eines „Internationalen Vereinsmeisters auf der Mitteldistanz“ ausgezeichnet. In Almere, der Heimat des niederländischen Triathlonsports, stürzte sich der TVA-Athlet mit über 2000 Teilnehmern zunächst auf den 1,9 Kilometer langen Wasserweg, wechselt nach gut 40 Minuten auf die 90-Kilometer Radstrecke, bevor er nach weiteren etwa dreieinviertel Stunden die Laufschuhe anzog. Den finalen Halbmarathon legte er in gut 2,5 Stunden zurück und erreichte im ersten Viertel des großen Feldes das Ziel. Respekt.

Zwölf Mitteldistanzen hat der Attendorner Ergotherapeut und Heilpädagoge mittlerweile hinter sich gebracht – und seinen ersten Ironman 2009. Sein zweiter Wettkampf über die Langdistanz führt ihn nun im Sommer erneut nach Roth. Da schließt sich auch der Kreis mit Almere: beide gehören zur Challenge Weltserie, die weltweit ausgetragen wird.

„Keine Ausreden mehr“

Und doch ist die Vorbereitung anders als sonst: „Die Aktion weckt meinen Ehrgeiz, noch zusätzliche Kilometer für den guten Zweck zumachen. Bei Wind und Wetter gibt es nun keine Ausreden mehr“.Und weiter: „Das Gefühl der Gemeinsamkeit erlebe ich immer wieder im Triathlon, sei es im Verein, bei unserer Aktion Tri-für-3 oder bei den verschiedenen Wettkämpfen. Besonders bei der Aktion Tri-für-3 unterstützt mich meine Frau, wo sie nur kann und erledigt ganz viele Dinge im Hintergrund.“

Gemeinsamer Aufgabe verpflichtet

So fühlt sich der Familienvater mit seinen sieben Mitstreitern der gemeinsamen Aufgabe verpflichtet, Spender zu werben und viele Euros für noch mehr Kilometer im Wasser, auf dem Rad und in den Laufschuhen zu sammeln. Euros, die dann dem Förderverein Josefshaus, dem Deutschen Kinderhospizverein und Camina, dem Caritas Hospizdienst, zufließen werden.