Wogen zwischen VSV Wenden und dem SV Rothemühle sind geglättet

So jubelte der VSV Wenden nach dem 2:1-Hinspielsieg in letzter Sekunde in Rothemühle: ganz unten Torschütze Michel Alfes, mittendrin im Getümmel Trainer Peter Bäumgen.
So jubelte der VSV Wenden nach dem 2:1-Hinspielsieg in letzter Sekunde in Rothemühle: ganz unten Torschütze Michel Alfes, mittendrin im Getümmel Trainer Peter Bäumgen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Zweimal sind die Bezirksliga-Nachbarn VSV Wenden und SV Rothemühle in den letzten Monaten aufeinandergetroffen: einmal beim 2:1-Sieg der Gäste im Hinspiel und einmal an der Wechselbörse.

Wenden/Rothemühle..  Und beide Male hat das den Rothemühlern richtig weh getan. Am kommenden Sonntag kommt es in dieser Saison zum dritten Wiedersehen der beiden Vereine, die „räumlich und in der Tabelle eng beieinander liegen“ (VSV-Trainer Peter Bäumgen).

Im Vorfeld der Partie in Schönau sind beide Seiten darum bemüht, die Brisanz aus dem Lokalduell zu nehmen. Das sah vor wenigen Monaten noch ganz anders aus. Da konnte sich Rothemühles 1. Vorsitzender Andreas Grub einen Seitenhieb in Richtung des VSV Wenden nicht verkneifen und zog eine Parallele zu Torjäger Timo Halbe, die man auch bei dessen jetzigem Verein SV Ottfingen nicht vergessen hat.

„Der VSV hat es damals verteufelt, dass so gehandelt wird und handelt nun selbst so.“

Das war eine Reaktion auf den angekündigten Wechsel von Muharrem Shabanaj im Sommer nach Wenden, trotz einer festen Zusage des Neuzugangs von den Sportfreunden Siegen. „Wir haben keinen Spieler abgeworben“, lautete der Konter von Wendens Trainer Peter Bäumgen.

Die Folgen für Shabanaj sind bekannt: Der Mittelfeldspieler wurde vom Rothemühler Vorstand suspendiert, der Vertrag aufgelöst. Das gleiche galt auch für Kapitän und Stammkeeper Manuel Wolff, der Vereinschef Andreas Grub öffentlich kritisiert hatte. Wie Muharrem Shabanaj wechselt auch Wolff zum VSV Wenden und soll dort im Tor Andreas Klein ersetzen.

Als Dritter im Bunde schließt sich zur neuen Saison der Rothemühler Alexander Grossmann dem Nachbarn an. Was in diesem Fall aber ein ganz normales Wechselspiel ist, betonen beide Seiten.

Der Zwillingsbruder von Sebastian Grossmann gehört nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub zum SVR-Kader für das Gastspiel bei seinem künftigen Verein VSV Wenden.

„Zu den Wechseln sage ich nichts mehr. Das ist ausgelutscht“, sieht Peter Bäumgen keine besondere Brisanz in diesem Duell der Tabellennachbarn, außer natürlich der sportlichen.

Gemeinde-Duell um Platz 2

Denn ein Meisterschafts-Derby zwischen dem VSV und SV Rothemühle in Schönau hat es in den letzten Jahren nicht mehr gegeben.

Möglich gemacht hat dieses Duell erst wieder der am letzten Spieltag besiegelte Abstieg des Wolf-Teams im Sommer 2014.

Zudem liefern sich Wenden und Rothemühle mit Altenhof, Ottfingen und vielleicht auch noch Gerlingen ein Gemeinde-Duell um den laut Bäumgen „ominösen zweiten Platz“.

Andreas Grub hält Ball flach

Auch Andreas Grub hält vor dem Gastspiel des Tabellensechsten beim punktgleichen Siebten den Ball bewusst ganz flach. „Das ist eher ein Thema für die Presse, als für die beiden Vereine“, wiegelt Rothemühles Vorsitzender ab.

In Sachen Wechsel von Manuel Wolff und Alexander Grossmann hegt Grub auch „keinen Groll von meiner Seite“. Das sei seitens des VSV „eine ganz saubere Sache“ gewesen.

Im Fall Muharrem Shabanaj hätte sich der Vereinschef allerdings einen „Anruf des VSV Wenden“ gewünscht. „Aber jetzt ist alles vom Tisch. Zwischen den beiden Vereinen gibt es kein gestörtes Verhältnis“, stellt Andreas Grub klar.