Wer soll Olpe jetzt noch stoppen?

Das Objekt der Begierde immer fest im Blick: Olpes Kapitän Denis Huckestein (links) und Finnentrop/Bamenohls Spielertrainer Mike Schrage im Laufduell um den Ball.
Das Objekt der Begierde immer fest im Blick: Olpes Kapitän Denis Huckestein (links) und Finnentrop/Bamenohls Spielertrainer Mike Schrage im Laufduell um den Ball.
Foto: WP
Frank Rottstock warf große Worte in den schönen, neuen Klubraum der SG Finnentrop/Bamenohl: „Für euch ist die Saison doch gelaufen.“

Finnentrop-Bamenohl/Olpe..  So leitete der Trainer des Gastgebers nach der 1:3 (1:3)-Niederlage gegen die SpVg Olpe sein Statement zum Spiel ein.

Ein Satz, den die Olper vielleicht genießen, den sie aber öffentlich nie in den Mund nehmen würden. Trotzdem: Nach diesem Big Point beim Tabellenzweiten, nach dieser großartigen Leistung, gehen den Skeptikern im Lager der SpVg Olpe die Argumente langsam aber sicher aus.

Wer, bitteschön, soll diese Mannschaft auf der Zielgeraden zur Westfalenliga noch stoppen? Wenn nicht die SG Finnentrop/Bamenohl, die die beste Saison ihrer Geschichte spielt? Und die vor dem Spiel sogar eine Niederlage weniger auf dem Konto hatte als Olpe?

Die Frage schien nach 30 Minuten an diesem herrlichen Fußball-Nachmittag vor mehr als 500 Zuschauern quasi beantwortet. Es war eine Anfangsphase, in der den Olpern alles gelang. Drei Versuche, drei Tore. „Gegen Olpe mit 0:3 hinten zu liegen, ist natürlich übel. In dieser Phase waren wir nicht wirklich im Spiel drin,“ beklagte SG-Spielertrainer Mike Schrage.

An allen Olper Treffern war David Ohm beteiligt. Beim 0:1 als Vorbereiter, weil sich Thomas Rath in der Flugbahn seines Freistoßes aufhielt. Rath stoppte die Kugel, drehte sich und vollendete flach zur Olper Führung.

Als sechs Minuten später das 0:2 fiel, musste man schwarz sehen für die Finnentrop/Bamenohler. Zumal dieses Tor überragend herausgespielt wurde: David Ohm passte zu Jannik Buchen, der legte zurück auf Ohm. Dessen Hammer aus 20 Metern schlug im Torwinkel ein. Jörg Hennecke, Vorstandsmitglied der SpVg Olpe, brachte es mit nur zwei Worten auf den Punkt: „Ein Traum.“ Zwar gelang wiederum David Ohm, diesmal mit einem Freistoß ins lange Eck, in der 28. Minute das 3:0. Doch trotz des hohen Zwischenstandes: Den Gastgebern ist zu keiner Zeit vorzuwerfen, sich ergeben zu haben. Das 1:2 war genau so möglich wie das 2:3 vor der Pause.

Chancen zum Anschluss

So traf Moritz Stange die Torlatte per Kopf, als es 0:2 stand. Und Berkan Tuncdemir fälschte einen Schuss von Tim Schrage gefährlich ab. Es wäre das 2:3 gewesen. „Ich hatte das Gefühl, dass wir nach dem 0:2 wieder ins Spiel finden würden,“ sagte Frank Rottstock. Seine Mannschaft habe „immer den Kopf hoch“ gehabt und „alles reingeworfen“ in diese Partie.

Sie wurde immerhin mit dem 1:3 belohnt. Moritz Stange war zur Stelle, nachdem ein Freistoß von Phillip Hennes vom Pfosten zurückprallte. Es war eine der Szenen, die den Gastgebern Hoffnung auf eine engere zweite Halbzeit machten.

Doch die fand so nicht statt. Zwar drängte die SG Finnentrop/Bamenohl auf das Tor der Olper, doch hatten deren Außenverteidiger Christian Griffel, Amir Tahiri und der eingewechselte Alexander Tomm die gefürchten SG-Offensiven im Griff. Gleiches gilt für die Innenverteidigung. Davor stand die Doppel-Sechs mit Jan Prothmann und Oliver Ziegler tip-top und kompensierte den Ausfall von Sascha Rokitte, der wegen Leistenproblemen passen musste.

Auf der Gegenseite sah sich Finnentrop/Bamenohl immer wieder blitzgefährlichen Olper Kontern gegenüber. SpVg-Trainer Ottmar Griffel: „Ich bin hochzufrieden und stolz auf die Mannschaft.“