Wente gratuliert Herford erhobenen Hauptes

Fabio Frey (BG Biggesee, am Ball) war überragend.
Fabio Frey (BG Biggesee, am Ball) war überragend.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Fazit von Spielertrainer Peer Wente von der BG Biggesee fiel trotz des 67:84 (31:41) gegen die BBG Herford sehr versöhnlich aus: „Ich bin wirklich stolz auf unser Team.“

Olpe..  Da muss etwas Besonderes passiert sein, wenn sich der „Chef“ trotz einer Niederlage im Spitzenspiel der 2. Basketball-Regionalliga fast euphorisch vor seine Mannschaft stellt.

„Glückwunsch an Herford, absolut verdienter Sieger. Alle sind an ihre Grenzen gegangen und teilweise darüber hinaus. Wenn dann das bessere Team gewinnt, hat man sich nichts vorzuwerfen und kann dem Gegner erhobenen Hauptes gratulieren.“ Solche Worte haben einen hohen Objektivitätsgehalt, aber es zeigt zugleich, dass Peer Wente immer auf dem Boden der Tatsachen bleibt.

Aus 19:18 wird 19:24

Bis kurz vor Ende des ersten Viertels führten die Wente-Schützlinge sogar mit 19:18, doch eine unkonzentrierte letzte Minute führte zum 19:24-Rückstand bis zur Viertelpause. Kämpferisch war die Begegnung absolut auf Augenhöhe, doch spielerisch hatten die Gäste meist deutliche Vorteile. Und das führte immer wieder zu einer Serie schneller Punkte. „Herford trifft zwei offene Dreier, wir aus ebenso guter Position treffen nicht“, macht Wente den Unterschied deutlich. Das war schon eine kleine Vorentscheidung.

Nach dem Pausentee waren es allen voran Fabio Frey sowie die Umstellung auf Zonenverteidigung, die die Gastgeber zwischenzeitlich bis auf fünf Punkte an Herford wieder herankommen ließen.

Kräfte lassen am Enden nach

In dieser Phase liefen auch die Fans beider Lager zur Hochform auf, die zu einem insgesamt „gelungenen Basketballabend mit toller Stimmung, leider nur mit dem falschen Sieger“ (Wente), beitrugen.

„Herford hatte auf unsere Aktionen immer die passende Antwort“, so Wente abschließend und sah in dem US-Boy Nkick Tomsick, der kurz vor Ablauf der Transferperiode von den Ostwestfalen verpflichtet wurde, den Matchwinner.

Am Ende aber ließen auch die Kräfte nach, so dass der Herforder Sieg doch recht deutlich ausfiel. Aber Wente wäre nicht Wente, wenn er nicht schon wieder nach vorne blickte: „Wir müssen schauen, dass wir für den Rest der Saison noch einmal alle Kräfte mobilisieren und oben dranbleiben. Das wird schwer genug, aber mit der Einstellung mache ich mir keine Sorgen.“