Warnschuss für die BG Biggesee

Mikhel Kurg, in Breckerfeld Top-Scorer der BG Biggesee.
Mikhel Kurg, in Breckerfeld Top-Scorer der BG Biggesee.
Foto: WP
Es war mehr als die von Coach Daniel Baethcke schon zuvor prognostizierte „schwere Aufgabe“. Das 72:83 (37:45) der BG Biggesee beim TuS Breckerfeld in der Basketball-Regionalliga sollte ein dicker Warnschuss vor den kommenden noch schwereren Aufgaben sein.

Olpe/Breckerfeld..  „Wie schon mehrfach in dieser Saison dachten wohl einige von uns: ‚Jetzt drehen wir wie so oft das Spiel‘“, so Spielertrainer Peer Wente nach einer sicher nicht einkalkulierten Niederlage bei einem Gegner, der jenseits von Gut und Böse im Niemandsland der Tabelle zu finden ist.

TuS-Spieler Fuhrmann trifft 34 Mal

Doch manchmal kommt es eben anders als man denkt. Nach unkonzentriertem Beginn beider Mannschaften legten die Gastgeber einen Zwischenspurt zum 18:9 bis Minute zehn hin. Und bis zum Pausentee blieb der Abstand fast gleich. „Wir waren defensiv als Team nicht auf dem Intensitätsniveau wie in Paderborn“, monierte Wente und kritisierte vor allem mangelnde Unterstützung für Daniel Klein im Abwehrbereich.

Hauptproblem bereitete der BGB-Abwehr vor allem der TuS-Spieler Fuhrmann, der allein 34 Punkte verbuchen konnte. „Den bekamen wir überhaupt nicht in den Griff“ (Wente). Selbst die Umstellung auf die Zonenverteidigung brachte nicht den erhofften Erfolg. „Da haben wir auch den letzten Biss vermissen lassen, um Breckerfeld wirklich zu schlechten Würfen zu zwingen.“

Zu wenig zwingende Lösungen

Die Vorentscheidung fiel dann im dritten Abschnitt, als die Wente-Jungs bei 49:50 (24. Minute) fast wieder dran waren. BG-Topscorer Mihkal Kurg musste in dieser Phase nach einer Sieben-Punkte-Serie nach dem vierten Foul zunächst mal auf der Bank Platz nehmen.

Und das wurde von den Gastgebern mit einem 14:4-Lauf gnadenlos ausgenutzt. „In der Offensive haben wir zu wenig zwingende Lösungen gefunden und Breckerfeld kam immer wieder zu einfachen Punkten“, analysierte Wente weiter.

Fazit: „Wir hatten als Team zu lange Phasen mit weniger als hundert Prozent Konzentration und Intensität. Gegen Fuhrmann müssen wir uns ankreiden lassen, zu lange keine geeigneten Lösungen für seinen Zug zum Korb gefunden zu haben. Er hat das Spiel im Grunde entschieden.“

Weiter zeigte sich, dass Peer Wente selbst wie auch Jesco von Puttkamer noch zu viel Trainingsrückstand haben, Gomer verletzt ins Spiel gegangen ist und Frey verhindert war. „Aber wer Ausreden sucht, wird auch immer welche finden und das werde ich für den Rest der Saison nicht zulassen“, machte Peer Wente unmissverständlich klar.

Es spielten: Kurg (26), Wente (16), Bencker (12), Gomer (9), von Puttkamer (6), Assor (3), Klein, Frackiewicz, Bengtsson.