Waffenschmidt freut sich auf den „verdienten Aufsteiger“

Der Olper Thomas Rath (rechts) im Kopfballduell gegen Hünsborns Sebastian Braas.
Der Olper Thomas Rath (rechts) im Kopfballduell gegen Hünsborns Sebastian Braas.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Wie schnell sich die Vorzeichen ändern können. Als sich die SpVg Olpe und Rot-Weiß Hünsborn am 19. Oktober 2014 im Hinrunden-Spiel gegenüber standen, da war es das absolute Spitzenspiel in der Fußball-Landesliga. Es war der 10. Spieltag.

Hünsborn/Olpe..  Die Partie war im wahrsten Sinne des Wortes ein echtes Gipfeltreffen auf dem Kreuzberg, und das fast sogar auf Augenhöhe. Nur zwei Punkte trennten die beiden Mannschaften.

Die Gastgeber demonstrierten in diesem Spitzenspiel ihre ganze Klasse und gewannen verdient mit 3:0. Mit diesem Dreier verschaffte sich die Griffel-Elf erstmals ein Fünf-Punkte-Polster auf die Konkurrenz. „Das war ein super Spiel“, erinnert sich Olpes Trainer Ottmar Griffel gerne zurück.

Vor dem morgigen Rückspiel (15 Uhr, Weber-Haus-Arena) haben sich die Vorzeichen geändert. Es ist das Spiel Achter gegen Erster. Die Kreisstädter haben inzwischen 19 Punkte mehr auf dem Konto, als der Gastgeber vom Löffelberg, der nach der Winterpause erst fünf von 24 möglichen Punkten holen konnte, und damit drittschwächster Landesligist des Jahres 2015 ist.

Seit fünf Spielen wartet RW Hünsborn auf einen Sieg. Am vergangenen Sonntag gab es beim Namensvetter in Erlinghausen trotz überlegenen Spiels eine unglückliche 0:1-Niederlage.

„Ich habe letzte Woche gesagt, dass wir Ergebnisse liefern müssen. Das ist uns wieder nicht gelungen. Aber anders, als in den Begegnungen davor, als ich die persönlichen Fehler im Aufbauspiel bemängeln musste, war in Erlinghausen unsere Offensivabteilung der Knackpunkt. Wir haben die zahlreichen Möglichkeiten ausgelassen“, lässt Hünsborns Trainer Andreas Waffenschmidt das Spiel bei der „Watzke-Elf“ Revue passieren.

Kein „Weltuntergang“

Von „Katastrophe“ oder „Weltuntergang“ möchte er allerdings nicht sprechen. „Es ist aber für unsere treuen Zuschauer, den Verein und die Mannschaft sehr, sehr schade, dass aus einer überragenden Saison eine durchschnittliche zu werden scheint“, ärgert sich Andreas Waffenschmidt.

Jetzt kommt am morgigen Sonntag der unangefochtene Tabellenführer aus Olpe zum Löffelberg. Über die SpVg Olpe brauche er ja nichts zu sagen, meinte Waffenschmidt. „Ein verdienter Aufsteiger“, lobt der RWH-Coach die Gäste aus der Kreisstadt.

Trotz der klaren Favoritenrolle für die Gäste aus Olpe gibt sich der Hünsborner Trainer kämpferisch. „Anders als im Vorjahr freuen wir uns trotz der Ergebniskrise auf die anstehenden Spiele, da in jedem Spiel etwas für uns drin ist, auch gegen den Tabellenführer“, betont Waffenschmidt. Wer zur Verfügung stehe oder fehle, sei zweitrangig. Waffenschmidt: „Es geht darum, mit ordentlichem Charakter den Bock wieder umzustoßen.“

Olpe braucht noch neun Punkte

Tabellenführer SpVg Olpe greift nach dem spielfreien Wochenende wieder in den Kampf um Tore und Punkte ein. Neun Zähler brauchen die Kreisstädter noch, dann ist der Meistertitel und der Westfalenliga-Aufstieg perfekt.

Einer dieser noch fehlenden Punkte soll morgen am Hünsborner Löffelberg geholt werden. „Mit einem Unentschieden wäre ich zufrieden“, lautet die Vorgabe von Olpes Trainer Ottmar Griffel.

Warum so vorsichtig, Herr Griffel? „Ich lasse mich von der schwachen Hünsborner Rückrunde nicht blenden. Es gibt überhaupt keinen Grund, Hünsborn zu unterschätzen“, warnt der Olper Übungsleiter. Er gehe, so Griffel weiter, „lieber von der Stärke des Gegners aus, anstatt am Ende böse überrascht zu werden.

„Hünsborn gehört für mich ganz klar ins obere Tabellendrittel“, sagt Ottmar Griffel, der einen „großen Fight“ am Löffelberg erwartet. „Die Hünsborner werden nach den letzten Ergebnissen alles versuchen, den Tabellenführer zu schlagen. Wir müssen auf der Hut sein“, warnt Griffel seine Spieler.

Beim Unterfangen, am Löffelberg zu punkten, kann Ottmar Griffel aus dem Vollen schöpfen, denn alle Spieler sind fit.