Waffenschmidt erwartet eine Reaktion

Timo Gaertner (SV 04 Attendorn).
Timo Gaertner (SV 04 Attendorn).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Von dieser Trainingsbeteiligung kann Lars Mebus beim SV 04 Attendorn nur träumen. Stolze 22 Spieler konnte sein Hünsborner Kollege Andreas Waffenschmidt bei der Einheit am Dienstagabend auf dem Löffelberg begrüßen.

Attendorn/Hünsborn..  Der Übungsleiter des Tabellenfünften muss sich personell also keine Sorgen machen. „Alle stehen zur Verfügung“, meldet Waffenschmidt vor dem Kreisduell im Hansastadion, das wohl auf dem Rasenplatz ausgetragen wird.

Gesprächsbedarf

Gesprächsbedarf bestand am Dienstag bei den Gästen aber dennoch. Denn die schwache Leistung bei der 0:4-Niederlage beim Kellerkind SV Hüsten 09 war Andreas Waffenschmidt mächtig auf die Stimmung geschlagen.

Kein Wunder, dass der Trainer der Rot-Weißen „einige kritische Worte anbringen“ musste. In Attendorn erwartet Andreas Waffenschmidt jedenfalls eine „Reaktion“ seiner Mannschaft. Bei der Aufstellung hat der Hünsborner Coach „mehrere Varianten“ im Hinterkopf.

Das peinliche 0:4 im Hochsauerland könnte für RW Hünsborn einen „einzigen Vorteil“ haben, hofft Andreas Waffenschmidt. „Die Mannschaft ist gefordert, dass sich eine solche Leistung nicht wiederholt.“ Denn eines weiß der Gästetrainer ganz genau. „Mit ein paar Prozent weniger gewinnt man kein Spiel.“

An das Hinspiel am Löffelberg haben die Hansestädter keine guten Erinnerungen. Das damals noch von Kapitän Eugen Litter angeführte SV 04-Team ging in Hünsborn sang- und klanglos mit 0:5 unter. „Da hat bei uns alles zusammengepasst. Man darf ein solches Spiel aber nicht überbewerten“, warnt Andreas Waffenschmidt.

Mebus: „Gar nicht schlecht“ in Olpe

Beim SV 04 Attendorn schrillen spätestens seit dem letzten Wochenende die Alarmglocken. Der Abstand auf den von Hüsten 09 belegten ersten Abstiegsplatz ist auf acht Punkte zusammengeschrumpft. Das ist alles andere als ein beruhigendes Polster im Kampf um den Klassenerhalt, denn das Mebus-Team hat seit dem 2:1-Heimsieg gegen die FSV Werdohl am 16. November 2014 nicht mehr gepunktet. Die niederschmetternde Bilanz seitdem lautet: sechs Niederlagen am Stück.

Zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer hat SV 04-Trainer Lars Mebus in den letzten Wochen ausgemacht. „Gegen Erlinghausen und Olpe haben wir es defensiv über weite Strecken ganz vernünftig gemacht.“ Nur: Was nützt eine einigermaßen stabile Abwehrreihe, wenn vorne keine Tore geschossen werden?

„Wir müssen einfach mutiger sein und unsere Angriffe vernünftiger ausspielen“, verweist Mebus auf die 0:1-Niederlage beim Tabellenführer SpVg Olpe. „So deutlich war das gar nicht. Wir haben gar nicht so schlecht gespielt.“ Zwei Mal sei Martin Mucha über die linke Seite in aussichtsreiche Position gekommen, aber beide Male habe der Attendorner „zu überhastet abgeschlossen“.

Während die beiden Attendorner Stürmer Hakan Firat und Raffael Klein noch ihre Rotsperren absitzen, steht Abwehrspieler Robin Entrup nach seiner fünften gelben Karte gegen Erlinghausen wieder zur Verfügung. Florian Budde ist noch fraglich.