VSV Wenden steigt nach einem „2:2-Sieg“ auf

Kreisliga adé, Bezirksliga, wir kommen: Die Aufsteiger des VSV Wenden.
Kreisliga adé, Bezirksliga, wir kommen: Die Aufsteiger des VSV Wenden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Zeugen einer echten Rarität wurden am Sonntag die gut 150 Zuschauer in Schönau: Zwei A-Junioren-Mannschaften bejubelten auf dem gleichen Sportplatz den Aufstieg in die Bezirksliga. Und das auch noch gleichzeitig.

Schönau..  Fast gleichzeitig. Denn während dem VSV Wenden das 2:2 (0:2) ganz sicher reichte und die Spieler auch sofort zu feiern begannen, musste der Gegner Hüsten 09 das Ergebnis von einem anderen Platz abwarten. Als dies amtlich war, stand Hüsten als bester Gruppendritter fest und steigt mit auf. Sodann starteten die Grün-Weißen ebenfalls ihre Freudentänze.

Sehenswertes Spiel

Die Spannung nach dem Abpfiff war ein Spiegelbild der voraufgegangenen 90 Minuten. Es war ein sehenswertes A-Juniorenspiel, das beide Seiten offensiv führten, angefeuert von begeisterten Zuschauern, darunter einer großen Fanschar aus Hüsten.

Und hochdramatisch war es. Erst in der 88. Minute traf der Wendener Emre Karaca zum 2:2. Zum „2:2-Siegtreffer“, wenn man so will. Es war ein hochverdienter Ausgleich. Doch mancher hatte schon die Felle davonschwimmen sehen.

Erfreulicher hätte der Abschied für Trainer Ralf Decher nicht ausfallen können. Es war sein letztes Spiel in dieser Verantwortung, in der kommenden Saison leiten der jetzige Co-Trainer Marius Gerigk und Eugen German, Spieler der I. Mannschaft, die Aufstiegs-Truppe.

Doppelschlag zum 0:2

„Das war schon nervenaufreibend heute,“ pustete Decher durch. Nach einer verschlafenen ersten halben Stunde mussten die Wendener einem 0:2 hinterherrennen. Marcel Sawatzki (15.) und Denis Rodrigues (18., Foulelfmeter) hatten die Gastgeber eiskalt erwischt.

Erst dann kamen die VSV-Junioren ins Spiel, der 0:2-Stand war beim Halbzeitpfiff nicht mehr gerecht. Denn Philipp Quast und Louis Niederschlag zwangen den Hüstener Torwart Marvin Tuschmann zu Glanztaten, dazu traf Niederschlag noch den Innenpfosten.

Die Hoffnung des VSV, doch noch belohnt zu werden, bekam Nahrung, als Maximilian Stahl direkt nach dem Seitenwechsel das 1:2 erzielte und den Hüstenern Schnitzer unterliefen. Wenn auch zunächst folgenlos, etwa, als ihr Abwehrspieler Marcel Sawatzki die Kugel an den eigenen Torpfosten köpfte. Die Uhr aber lief herunter, immer wieder rollten die Wellen auf das „Trainingstor“, ohne dass etwas heraussprang, ehe Karaca für Jubel und Erleichterung sorgte.

Die A-Junioren des VSV Wenden krönen eine Saison, die so gar nicht verheißungsvoll begonnen hatte. Dann aber schalteten sie im Kreispokal-Halbfinale den Bezirksliga-Topclub RW Hünsborn aus und erreichten das Endspiel, das sie gegen LWL verloren.

Pokal-Vize, okay. Aber Meistertitel? „Ich hatte schon gedacht, dass wir oben mitspielen würden,“ blickte Ralf Decher zurück. Doch hatte seine Mannschaft zur Saisonhalbzeit einen gehörigen Rückstand auf den FC Lennestadt. Den holten der VSV in einer „sensationellen Rückrunde“, wie Decher sagte, auf. Da gewann die Mannschaft alles und das direkte Duell mit dem FC Lennestadt gar mit 8:0.

Auch in der Aufstiegsrunde rechneten sich die Wendener etwas aus. „Wir wussten, dass Dielfen sehr stark sein würde,“ so Decher, „alle anderen waren unbekannte Größen.“ Acht Spieler werden die Mannschaft verlassen. Plus Trainer Ralf Decher. Was plant der? Seine Antwort war kurz und präzise. „Erstmal eine Pause.“

Info


Ein Sichtungstraining für den frischgebackenen A-Junioren-Bezirksligisten bietet der VSV Wenden in der nächsten Woche an. Am Dienstag, den 23. Juni um 19 Uhr sowie am Donnerstag, den 25. Juni um 19.30 Uhr findet das Training auf der Sportanlage in Schönau statt. Herzlich eingeladen sind alle Jugendlichen. Informationen erteilt der stellvertretende Jugendleiter des VSV Wenden, Kemal Topal, unter Telefon 0160-5337014.