VSV Wenden gewinnt den Klassiker vollauf verdient
18.10.2009 | 22:30 Uhr 2009-10-18T22:30:00+0200Schönau. Einen verdienten Sieger fand am Sonntag der Fußball-Klassiker VSV Wenden gegen SV Ottfingen in Schönau. Mit 2:0 (1:0) behielt Wenden die Oberhand.
Logisch, dass Wendens Trainer Uwe Neuser nach dem Spiel über das ganze Gesicht strahlte. „Ich bin natürlich überglücklich und hochzufrieden mit meiner Mannschaft. Es gibt wohl keine zwei Meinungen, dass wir hier verdient gewonnen haben. Leider haben wir uns das Leben etwas schwer gemacht, weil wir das 3:0 nicht geschossen haben. Das 2:0 entspricht durchaus dem Spielverlauf”, resümierte Neuser die 90 Minuten.
Es freue ihn, dass seine Mannschaft sich mit dem Sieg in diesem prestigeträchtigen Derby im vorderen Bereich zurück gemeldet habe. Neuser: „Ich hoffe, dass die Mannschaft jetzt etwas beflügelt wird und auch erkannt hat, wieviel Kopfsache ist im Fußball und dass sie auch gegen andere Gegner mit dieser Einstellung zu Werke gehen soll.”
Von Beginn an demonstrierten die Gastgeber vor knapp 500 Zuschauern, dass sie gewillt waren, die drei Punkte zu behalten. Schon in der fünften Minute musste Bogdan Spasic das 1:0 machen, doch er scheiterte völlig freistehend an SVO-Keeper Henning Vogt.
Aber drei Minuten später war es soweit. Andre´Zeppenfeld flankte auf Oliver Rempel, der aus fünf Metern einköpfte. „Da waren hinten alle komplett am pennen”, ärgerte sich Ottfingens Vorsitzender Peter Hufnagel. Und auch Abwehr-Routinier Stefan Niederschlag versuchte, seinen Mitspieler aufzupeppeln: „Wir müssen endlich wach werden.”
So langsam kam die Griffel-Elf auch besser ins Spiel. In der 26. Minute hatten die Gäste ihre erste Chance durch einen Schuss von Andreas Weber. Aber Wenden blieb stets gefährlich. In der 39. Minute zwang Bogdan Spasic Henning Vogt zu einer Parade.
Nach einer knappen Stunde hatten die Wendener den Torschrei schon auf den Lippen, als Spasic den Ball ins Tor köpfte. Schiedsrichterin Regina Heim (SF Biggetal) entschied aber auf Torwartbehinderung. Die größte Chance zum Ausgleich hatten die Gäste in der 64. Minute. Da krachte ein Schuss von Michael Kuhlmann ans Lattenkreuz.
Fünf Minuten später fiel die Entscheidung. Bogdan Spasic setzte Andre´ Zeppenfeld in Szene, der den Ball über den herausstürmenden Henning Vogt ins Netz bugsierte.
In den letzten Minuten versuchte Ottfingen noch einmal alles, blieb ohne Erfolg. „Wir sind in keinen Zweikampf gekommen. Die Niederlage war absolut verdient. Wir haben zu früh das 1:0 gekriegt, da ist es schwer in Wenden. Wir haben einfach zuviel zugelassen”, resümierte ein enttäuschter SVO-Kapitän Mehmet Er.
Auch sein Trainer Ottmar Griffel brachte es schnell auf den Punkt: „Wir haben nicht an die Leistung vom 2:1-Sieg gegen Hünsborn letzten Sonntag anknüpfen können. Wir haben eine verdiente Niederlage kassiert, die uns aber in keinem Fall umwerfen wird.”
VSV Wenden: Andreas Klein, Eckhardt, Zeppenfeld, Henzel, Oliver Rempel, Martin Klein (46. Ohm), Kofler (82. Aydin), Roland Rempel, Spasic, Lönze (46.Sulaj), Wasowski.— SV Ottfingen: Vogt, Willmes (38. Kuhlmann), Tahiri, Winheller, Halbe (73. Lippe), Weber, Kucam (73. Andonov), Hartmann, Er, Niederschlag, Griffel.
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