Vier Asse des Kreises Olpe stechen

Kreis Olpe/Kreuztal..  Diese Quote ist nicht mehr zu steigern. Mit vier Mannschaften aus dem Kreis Olpe startete die Vorrunde um den Fußball-RWE-Wintercup in Kreuztal, vier stehen in der Zwischenrunde - besser geht es nicht! Die Ausrufezeichen in der Sporthalle Stählerwiese setzten der FC Altenhof, FC Kirchhundem, SV 04 Attendorn und die SG Finnentrop/Bamenohl.

Den ersten Turniertag prägte aber überraschend der TuS Germania Lohauserholz. Der Klub aus der Bezirksliga 7 verlor von den acht Vorrundenspielen (Modus jeder gegen jeden) nur eine Begegnung (0:1 gegen den 1. FC Dautenbach), schlug unter anderem den SV 04 Attendorn (1:0) sowie die SG Finnentrop/Bamenohl (4:2) und qualifizierte sich mit 21 Punkten als Gruppenerster für den Regionalcup.

Dahinter überquerten die beiden heimischen Landesligisten punktgleich mit jeweils 18 Zählern die Ziellinie als Zweiter und Dritter.

Die Pflicht der beiden Klassenhöchsten und Favoriten ist erfüllt. Mehr aber nicht, denn als spielerisches Feuerwerk können die Auftritte aller Teilnehmer nicht beschrieben werden. „Die Qualität in der Halle ist schlecht - egal, wo“, urteilte Frank Rottstock, Trainer der SG Finnentrop/Bamenohl, und erinnerte somit indirekt an die tollen Auftritte seiner Elf in der aktuellen Saison unter freiem Himmel. „Wir haben noch Luft nach oben“, ergänzte Lars Mebus, Coach des SV 04 Attendorn.

Finnentrop/Bamenohl in Torlaune

Das Fazit der beiden Vertreter des Kreises Olpe am ersten Tag fiel ähnlich aus. „Wenn wir mit unseren spielerischen Leistungen zwischenzeitlich sogar Tabellenführer sind, spricht das nicht für die Qualität der Vorrunde“, bilanzierte der Attendorner Vereinschef Albert Hasenau nach Zweitdrittel der Spielzeit, als seine Elf in der Rangliste sogar ganz oben stand: „Heute gab es hier und da schöne Spielzüge, aber auch viel Unansehnliches.“ Erfreulich: Die SG Finnentrop/Bamenohl erzielte am Samstag mit 30 Toren in acht Begegnungen die meisten aller neun Teilnehmer. „Die Offensivspieler hatten ihren Spaß“, erklärte Rottstock. Noch erfreulicher: Beide heimischen Klubs mussten keine Verletzungen beklagen.

Besser als die SG Finnentrop/Bamenohl und der SV 04 Attendorn tags zuvor beendeten der FC Altenhof am Sonntag die Vorrunde. Der Bezirksligist feierte in acht Spielen acht Siege und wurde mit 24 Punkten Gruppenerster. Auf Rang zwei folgte der FC Kirchhundem mit 18 Zählern. Das direkte Duell der beiden heimischen Vertreter entschied der FC Altenhof durch einen Treffer von Bastian Schildt 4,6 Sekunden vor der Schlusssirene mit 1:0. „Respekt, Altenhof hat die Vorrunde verdient gewonnen“, lobte der Kirchhundemer Trainer Adnan Spago, der aber auch mit der Leistung seines Teams zufrieden war: „Wir haben es genossen, hier zu sein.“

Weiter geht’s in Plettenberg

Interessant: Beide Klubs aus dem Kreis Olpe schlugen den Landesligisten SF Siegen II: Altenhof mit 2:0, Kirchhundem mit 1:0. Mit weißer Weste und drei Toren mehr als Finnentrop/Bamenohl im Gepäck reisten die Altenhofer heim. „Unsere Jungs machen das gut“, sagte Trainer Oliver Mack und ergänzte, „ich gucke sie gerne.“

Das kann er auch weiter, denn für seine Mannschaft, die SG Finnentrop/Bamenohl, den SV 04 Attendorn und den FC Kirchhundem führt die nächste Etappe des RWE-Wintercups nach Plettenberg. Dort wird am Sonntag, 18. Januar, der Regionalcup ausgetragen. Eine Spielrunde, die für die Spielgemeinschaft ein kleines Problem aufwirft, denn an diesem Tag findet in Finnentrop die Gemeindemeisterschaft in der Halle statt.