Viel Arbeit für das Elsper Hester-Team
25.07.2008 | 17:07 Uhr 2008-07-25T17:07:39+0200Nürburgring/Elspe. (sh) Jürgen Klinsmann hat beim FC Bayern München den Acht-Stunden-Tag eingeführt. Aber was das Hester-Motorsportteam beim Sechs-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ablieferte, war schon etwas mehr.
Das Renn-Wochenende forderte dem Elsper Team alles ab. Beim freien Training stieg Teamchef Thomas Hester nach zehn Jahren wieder ins Cockpit, um ein paar Runde über den Rennkurs zu fahren. Er stimmte den Wagen neu ein. Kurze Zeit später stieg dann Andi Riedl in den Seat Leon Supercopa MK1 Turbo.
Allerdings überdrehte er das Fahrzeug, so dass ein Defekt eintrat. Die schlechte Meldung: Es war das Getriebe. Jetzt standen die Verantwortlichen vor der Frage: Alles dafür zu tun, um den Wagen für den Rennsamstag zu reparieren, oder sich zurückziehen? Aber das Team wollte beim Saisonhöhepunkt unbedingt an den Start gehen.
So kam es von Freitag auf Samstag zu einer Schweiß treibende Nachtschicht. Zuerst musste das Hester-Team länger als erwartet auf das neue Getriebe warten. Im Fahrerlager wurde dann bis 3 Uhr morgens geschraubt, bevor man sich endlich schlafen legen konnte.
Aber viel Zeit zum Schlafen gab es nicht, denn am frühen Morgen stand schon die Qualifikation auf dem Programm. Andi Riedl, noch am Freitag aktiv, war nach dem Defekt so aufgelöst, dass er auf einen Start verzichtete. Jetzt kam es auf die Fahrer Dirk Lehn, Marc zur Nieden und Helmuth Bormann an.
Doch das zweite Unglück sollte nicht lange auf sich warten. Der zweite Fahrer Dirk Lehn konnte nach dem Sprung auf der Nordschleife das ausbrechende Auto im "Pflanzgarten" nicht mehr halten und musste in die Leitplanke. Wieder herrschte höchste Anspannung in der Box. Das Team musste das Auto für das Rennen wieder flott bekommen.
Hektisches Schrauben an mehreren Stellen und Abkleben von kaputten Karosserieteilen war die Folge, allen voran Thomas Hester und Chefmechaniker Markus Kreuder. Unterstützt wurden sie von den Mechanikern Hardy Mohnke und Thomas Scharpf, sowie Anne Berens.
Durch die Boxengasse kam schon der Aufruf für die letzten Minuten, bis die Boxengasse schließt. Endspurt in der Box 17. Unter den Augen der anderen Teams und der Zuschauer, die in die Boxengasse durften, wurde man im wahrsten Sinne des Wortes in letzter Minute fertig und konnte mit in die Einführungsrunde.
Dabei kam es zur nächsten Schwierigkeit. Ein Regenschauer verursachte wechselhafte Bedingungen auf der Strecke. Fast alle Fahrer fuhren mit Regenreifen raus. Das Hester-Team wechselte rechtzeitig auf Trockenreifen, eine richtige Entscheidung.
Aber das Pech blieb den Elspern treu. In der "Mercedes-Arena" drehte sich der Seat Leon und musste lange warten, bevor es weiter ging. Während des sechs Stunden-Rennen kam dann auch das berühmte Eifelwetter. Mehrere heftige Regenschauer mussten die Fahrer bewältigen. Am Ende sprang Platz neun in ihrer Klasse aus.
Angesichts der Probleme eine beachtliche Leistung. Denn an diesem Wochenende standen die Mechaniker, und nicht die Fahrer, im Vordergrund. Sie waren die meiste Zeit damit beschäftigt, das Auto rechtzeitig wieder flott zu bekommen.
Weitere Informationen über das Rennteam und ältere Rennberichte sind unter www.hr-tec.de zu finden.
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