Verkehrte Welt am Winterhagen

Heimstarker FC Altenhof
Heimstarker FC Altenhof
Foto: wp
Was wir bereits wissen
Verkehrte Fußball-Welt vor dem Derby am Winterhagen. Während Aufsteiger Altenhof als Tabellenfünfter auf Wolke sieben schwebt und vielleicht noch auf den 2. Platz schielt, ist für Absteiger Rothemühle die Meisterschaftssaison nach der unglücklichen 0:3-Niederlage gegen den SV Ottfingen endgültig gelaufen.

Altenhof/Rothemühle..  Dem Team von Trainer Maik Wolf bleibt als Entschädigung und I-Tüpfelchen aber noch das Kreispokalfinale am Mittwoch auf eigenem Platz gegen die SpVg Olpe.

An die Begegnung gegen den höchstwahrscheinlichen Westfalenliga-Aufsteiger Olpe dachte Maik Wolf am Donnerstagabend nach der vom Ergebnis deutlichen Heimpleite gegen Ottfingen aber nicht. Rothemühles Trainer konnte nur seinem Vorsitzenden Andreas Grub beipflichten. „Da hat er Recht. Heute hat nur eine Mannschaft guten Fußball gezeigt, die andere hat aber die Tore geschossen.“ Schon in der Pause hatte Wolf seine Mannschaft für ein „sehr gutes Fußballspiel gelobt“. Nur: Belohnt wurde sie nicht.

Morillo Rigau gelb-gesperrt

Rothemühle verspielte vor dem Derby in Altenhof nicht nur eine gute Ausgangsposition. Weil Morillo Rigau beim 0:3 die fünfte gelbe Karte sah, fehlt die Nummer 11 am Winterhagen. Was die Aufgabe für die Gäste nicht einfacher macht. „Der FC Altenhof ist zuhause eine Macht und spielt eine super Saison“, zollt Maik Wolf dem Gegner ein dickes Lob. Das untermauert die Heimtabelle. Hier liegt Altenhof mit 28 Punkten aus nur elf Spielen auf dem 2. Platz. Die Heimstärke des Aufsteigers bekamen schon Spitzenreiter Kiersper SC und zuletzt der VSV Wenden zu spüren.

„Wir wissen um unsere Heimstärke“, bekräftigt FCA-Übungsleiter Oliver Mack, der am Donnerstagabend unter den 250 Zuschauern am Rothenborn war. „Nach dem 4:0 gegen Wenden war der gesamte Verein auf Wolke sieben“, schmunzelt Mack. Aber die fußballerische Realität hat den Aufsteiger längst wieder eingeholt. So wird Mack angesichts der großen personellen Probleme wohl wieder selbst auf der dünn besetzten Ersatzbank Platz nehmen müssen. „Dann spiele ich gegen Maik Wolf“, flachst der Übungsleiter.

Bitter für das Team vom Winterhagen ist nach wie vor der Ausfall von Kapitän Christian Faust. Der Abfangjäger vor der Abwehr ist für Trainer Mack „nicht zu ersetzen“. Gut, dass die Platzherren in dieser Situation Tobias Stevens haben. Der Zwölf-Tore-Mann stellt seinen Coach aber vor ein großes Rätsel und bringt dessen „ganze Fußballphilosophie“ durcheinander. „Man kann keine Leistung bringen, wenn man nicht trainiert“, weiß Mack aus langer Erfahrung. Stevens steht beruflich bedingt nur selten auf dem Trainingsplatz, spielt trotzdem zuletzt überragend und trifft. Wie beim 4:0 gegen Wenden. Ausfallen wird bei den Gastgebern der verhinderte Henrik Stahl.