„Unser Anspruch muss sein, vorn mitzuspielen“

Wendens Trainer Peter Bäumgen (hinten links) mit den Neuzugängen. Hinten v.l.: Alexander Großmann, Sebastian Großmann, Muharrem Shabanaj, Alexander Husser, Hakan Firat. Vorne v.l.: Lukas Kneisel, Maik Arens, Julian Clemens, Dominic Kruse. Es fehlen: Manuel Wolff, Kevin Kruse und David Dornseifer.
Wendens Trainer Peter Bäumgen (hinten links) mit den Neuzugängen. Hinten v.l.: Alexander Großmann, Sebastian Großmann, Muharrem Shabanaj, Alexander Husser, Hakan Firat. Vorne v.l.: Lukas Kneisel, Maik Arens, Julian Clemens, Dominic Kruse. Es fehlen: Manuel Wolff, Kevin Kruse und David Dornseifer.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Just als Peter Bäumgen, der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VSV Wenden, seine Spieler am Mittwochabend zum Aufgalopp bat, öffneten sich über dem Schönauer Nocken alle Schleusen. „Ein Sauwetter. Aber immer noch besser, als bei 40 Grad zu trainieren“, nahm Peter Bäumgen es mit Humor.

Wenden/Schönau..  17 Spieler konnte Peter Bäumgen bei der ersten Einheit begrüßen. Darunter waren neun seiner zwölf Neuzugänge. Es fehlten Torwart Manuel Wolff, der vom SV Rothemühle kam, sowie die aus der A-Jugend kommenden Kevin Kruse und David Dornseifer, die sich im Urlaub befinden.

Peter Bäumgen blickt der kommenden Saison optimistisch entgegen, auch wenn er zukünftig auf acht Spieler, darunter die starken Offensivakteure Michel Alfes, Hakan Demir und Luca D’Aloia verzichten muss. „Wir haben dafür für jede Position Spieler geholt, die bereits höherklassig gespielt haben. Ich bin mir sicher, dass wir uns da eher verstärkt haben. Meine Aufgabe wird es nun sein, diese guten Spieler zu einer Mannschaft zu formen“, sagt Peter Bäumgen.

Zu viele Tore kassiert

Zu den Neuen gehören vier Spieler vom SV Rothemühle, darunter die Brüder Sebastian und Alexander Großmann. Sebastian Großmann und Alexander Husser, der vom TuS Erndtebrück kam, sollen hinten für Ordnung sorgen. „Hinten mussten wir was tun. Wir haben in der letzten Saison zu viele Tore kassiert“, so Bäumgen. Und dahinter gibt es ein Duell um den Platz zwischen den Pfosten zwischen Manuel Wolff und dem jungen Daniel Stahl. Bäumgen: „Manuel Wolff ist im Moment in Urlaub. Das ist jetzt die Chance für Daniel, sich zu zeigen.“

Ebenfalls vom SV Rothemühle kommt Muharrem Shabanaj zum VSV Wenden. „Ich kenne ihn schon aus der U23 der SF Siegen. Das ist der flexibelste Spieler, den ich kenne. Der kann alles spielen, ob vorne, im Mittelfeld, Sechser oder Verteidiger“, lobt Bäumgen seinen Neuzugang.

Besonders freut sich Bäumgen über Lukas Kneisel vom VfL Klafeld-Geisweid: „Das ist mein absoluter Wunschspieler. Ich hatte ihn schon auf dem Zettel, als ich vor zwei Jahren nach Wenden kam. Da kam der Wechsel leider nicht zustande. Umso schöner ist es, dass es jetzt geklappt hat.“

Im Sturm sollen Hakan Firat, der vom Landesligisten SV 04 Attendorn kommt, und Maik Arens, der aus der A-Jugend der SF Siegen zurückkehrt und dort in der B-Jugend bereits Bundesligaluft schnupperte, die Lücken schließen, die die Abgänge von Michel Alfes und Hakan Demir gerissen haben. Bäumgen: „Hakan hat auch in Attendorn seine Klasse bewiesen. Wichtig wird bei ihm sein, dass er von den Außenbahnen genug Futter bekommt.“

Bei Maik Arens müsse man, wie bei allen anderen jungen Spieler, ihre Entwicklung abwarten. „Sie müssen vor allem noch körperlich zulegen. Maik war lange verletzt. Er kann ja auch noch A-Jugend spielen. In Siegen sah er keine Perspektive mehr und wollte gerne nach Wenden zurück. Ich habe ihn natürlich gerne genommen“, freut sich Peter Bäumgen. Sein Saisonziel ist klar. „Wir haben sehr viel Qualität geholt. Unser Anspruch muss es sein, vorne mitzuspielen“, fordert Peter Bäumgen.

Auf jeden Fall soll es weiter nach vorne gehen, als letzte Saison, als der VSV Achter wurde. „Aufgrund des schwachen Saisonstarts, wir waren ja lange Zeit Letzter, können wir damit sogar noch zufrieden sein. Wir haben eine gute Rückrunde gespielt und waren auch nicht weit weg von den Spitzenplätzen. Am Schluss haben wir mit dem Sieg gegen Ottfingen einen tollen Schlusspunkt gesetzt. Vom Tabellenplatz war es keine zufriedenstellende Saison, aber sie hatte einen versöhnlichen Abschluss.“ Bäumgen freut es besonders, dass die A-Jugend den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hat. „Eine ganz tolle Sache. Davon werden auch wir profitieren“, ist sich der VSV-Coach sicher.

Als Favoriten auf den Titel hat Bäumgen mehrere Klubs auf der Rechnung: Salchendorf, Gerlingen, Ottfingen, Kierspe und aufgrund seiner vielen starken Neuzugänge, den RSV Meinerzhagen. „Man muss nur mal sehen, wie die ihre momentan 25 Spieler unter einen Hut bekommen. Irgendwann werden die ersten auf die Bank müssen und dann werden die ersten am Rad drehen“, glaubt Bäumgen.

Das erste Testspiel gibt es am kommenden Sonntag um 15 Uhr in Schönau gegen Kreisliga-Vizemeister VfR Rüblinghausen. Es folgen weitere Tests in Hohenlimburg, beim TuS Erndtebrück II und in Wiehl zuhause gegen den TuS Wilnsdorf. Ein Highlight in der Vorbereitung ist das Heimspiel am 2. August gegen Westfalenligist SpVg Olpe. Und natürlich – wie jedes Jahr – das Gemeindepokalturnier am 25. und 26. Juli in Hillmicke. „Da werden aber viele Spieler wegen Urlaubs fehlen“, drückt Peter Bäumgen in der Beziehung auf die Euphoriebremse.