Umstrittenes Tor beschert vierten Sieg in Folge

Schönau..  Der VSV Wenden bleibt nach dem mühsamen 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den Tabellennachbarn SuS Niederschelden so etwa wie die Bezirksliga-Mannschaft der Stunde. Das späte Tor des Tages durch Luca D’Aloia in der 83. Minute bescherte dem Team von Trainer Peter Bäumgen den dritten Sieg im Fußballjahr 2015 und damit die makellose Ausbeute von neun Punkten aus drei Begegnungen. Insgesamt war es der vierte Sieg in Folge.

Aus Sicht der Gäste hinterließ die knappe Niederlage aber einen bitteren Beigeschmack. Denn als D’Aloia allein auf Scheldens Schlussmann Alexander Kollek zusteuerte und den Ball am SuS-Keeper vorbei ins Tor spitzelte, lag Julian Kasprzik verletzt am Boden. Doch Wenden schoss das Leder nicht ins Aus, sondern spielte weiter. „Das war ein klares Foul”, schüttelte die Nummer 11 der Siegerländer nach dem Schlusspfiff den Kopf und humpelte in die Kabine.

Ein Arbeitssieg nach der Fußball-Gala beim souveränen Spitzenreiter Kiersper SC: Für Peter Bäumgen kam das gestern in Schönau alles andere als überraschend. „Ich wusste, dass es ein schweres und ganz anderes Spiel als in Kierspe wird”, freute er sich über die drei Punkte, „die wir gerne mitnehmen”. Die Leistung des Gegners, der es den Platzherren schwer machte, erkannte Bäumgen an. „Ein Unentschieden wäre auch gerecht gewesen.”

Michel Alfes hätte die Gastgeber früh in Führung bringen können. Doch der Angreifer, der im Sommer zur SpVg Olpe wechselt, scheiterte nach zwölf Minuten frei stehend an Torhüter Kollek. Klare Wendener Chancen blieben anschließend beim Dauerregen in Schönau Mangelware. Niederschelden störte frühzeitig den Spielaufbau des VSV. So blieben die Offensivkräfte Hakan Demir, Luca D‘Aloia oder Michel Alfes weitgehend wirkungslos.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Nikolai Mester aus Arnsberg war Wendens guter Torwart Andreas Klein hellwach und verhinderte innerhalb weniger Sekunden zwei Großchancen von Michael Daub und Christian Jung.

Auch in den zweiten 45 Minuten war auf Klein Verlass. Seine Mannschaftskollegen taten sich weiter schwer. Beim Heber von Hakan Demir (66.) hatten die VSV-Anhänger schon den Torschrei auf den Lippen. Aber im Fallen lenkte Torwart Kollek den Ball an die Latte.

Wenige Minuten später verlängerte Michel Alfes einen Freistoß mit dem Kopf, aber Mario Wurm drosch das Leder aus kurzer Distanz über den Kasten.

Als sich die Zuschauer schon mit einem 0:0 abgefunden hatten, machte Luca D‘Aloia den an diesem Sonntag glücklichen 1:0-Erfolg perfekt. Einziger Wermutstropfen aus Wendener Sicht: Hakan Demir kassierte die fünfte gelbe Karte und ist damit für die nächste Partie gesperrt.

Wenden: Klein, Eckhardt, Bäumer, Bauer, Wurm, Gürsoy, Alfes (81. Keller), Schneider, D‘Aloia, Demir, Hoffmann (81. Keller).