TV Olpe im Abstiegs-Roulette
06.05.2010 | 18:06 Uhr 2010-05-06T18:06:00+0200Kreis Olpe. Ganz im Zeichen der Abstiegs steht der Schlusstag der Handball-Bezirksliga. Dort machen die punktgleichen Kellerkinder TuS Linscheid-Heedfeld, TV Olpe und HSV Werdohl-Versetal II die zwei Direktabsteiger zur A-Kreisliga unter sich aus.
Dazu wird der Drittletzte ermittelt, der an der Qualifikationsrunde der Bezirksliga-Vorletzten der Staffeln 4, 5 und 6 teilnimmt.
Die beste Chance, den begehrten drittletzten Rang zu erreichen und damit über die Hintertür Relegationsrunde noch den rettenden Anker zu werfen, besitzt der HSV Werdohl-Versetal. Der würde bei Punktgleicheit mit Olpe und Linscheid-Heedfeld über besseren Direktvergleich gegen beide Konkurrenten verfügen. Und der entscheidet.
Halbe Gewissheit schon vor dem eigenen Spiel
Daher muss der TV Olpe, der seinerseits gegenüber Linscheid Heedfeld den besseren Direktvergleich aufweist, sein Kehrausspiel gegen Schwerte-Westhofen II am Samstag 18.30 Uhr in der Kreissporthalle gewinnen. Und er muss darauf hoffen, dass die HSV Werdohl/Versetal II gegen VfL Platte Heide nicht gewinnt.
Hinspiel ging knapp aus
Bei ihrem finalen Auftritt gegen die Schwerter Reservisten erinnern die Olper sich an den 32:32-Teilerfolg im Hinspiel, als sie mit 27:23 sogar lange auf der Siegstraße marschierten. „Das Engangement in Attendorn war toll. Aber es muss mehr Absprache und Kompaktheit in unserer Abwehr sowie mehr Konsequenz im Abschluss hinzukommen," so die Vorgabe von TVO-Routinier Ingo Schmeer. Die Olper Truppe beflügeln könnte ein Patzer der Werdohler, da deren Spiel gegen Platte Heide schon um 16 Uhr steigt.
HSG droht gegen den Meister erste Heimschlappe
Der letzte Auftritt des Tabellendritten HSG Lennestadt-Würdinghausen gegen den souveränen Meister TuS Ferndorf II am Samstag 18 Uhr Sporthalle Auf'm Ohl steht angesichts des großen Verletzungspechs der Kraß-Schüler unter keinem guten Stern. Der HSG steht zwar die erste Heim-Schlappe ins Haus, doch der achtbare dritte Rang im ersten Bezirkliga-Jahr ist den Lennestadt-Würdinghausern nicht zu nehmen und für Spieler und Fans nach dem Match ein guter Grund, mit einem Bier anzustoßen.
Auch für die SG Attendorn-Ennest, die mit einem mehr als befriedigenden siebten Tabellenrang abschließt, geht es bei der HSG Hohenlimburg am Samstag 18.30 Uhr nur noch um die goldene Ananas.
Münch hofft auf Bestbesetzung
„Das ist aber für uns kein Grund, uns hängen zu lassen. Vielmehr ist das eine gute Gelegenheit, die gute Leistung gegen Olpe zu bestätigen," so die Erwartung von SGA-Trainer Wolfgang Münch.
Mit einem Heimsieg über den Rangzweiten TS Evingsen am Sonntag 17 Uhr in der Hauptschulle Kirchhundem könnte die HSG Lennestadt-Würdinghausen II noch das Fünkchen Hoffnung auf den Verbleib in der Handball-A-Kreisliga aufrecht erhalten.
Doch ein solcher Erfolg gegen die ambitionierten Altenaer wäre eine Sensation. Zudem bedeutet ein solcher Paukenschlag noch immer nicht die Rettung, da die A-Kreisliga Lenne-Sieg mit drei Bezirksliga-Rückkehrer rechnen muss. Das hätte zur Folge, dass auch die drei Letztplatzierten der A-Kreisliga absteigen.
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