Turm Drolshagen fügt Kierspe die ersten Verlustpunkte zu

Drolshagen..  Der SV Turm Drolshagen I besiegte in der Schach-Bezirksliga den zuvor verlustpunktfreien Tabellendritten SV Kierspe II mit 6:2 und bleibt Tabellenzweiter.

Die Tabellenführung übernahm indes Sfr Lindlar I, die kampflos 8:0 gewannen, weil Windeck nicht antrat. Lindlar steht mit einer hauchdünnen Führung von zwei Brettpunkten besser das.

Beim Spiel in Drolshagen konnte Kierspe das zweite Brett nicht besetzen, sodass Adrian Vishanji kampflos gewann. Nach zweistündiger Spielzeit brachte Wolfgang Tietze Drolshagen mit 2:0 in Führung, weil er einen schlechten Zug seines Gegners ausnutzen konnte. Ein drohender Materialverlust veranlasste den Kiersper zur Aufgabe.

Zeitnot

Franz Vishanji an Brett 4 erspielte sich einen deutlichen Stellungsvorteil, opferte einen Springer für drei Bauern, so dass der gegnerische König fast schutzlos weiteren Angriffen ausgesetzt war. Dann verlor er aber völlig den Faden und gab nach dem Verlust beider Türme enttäuscht auf.

Nun begann die Zeitnotphase. Alle weiteren fünf Partien wurden dann innerhalb von 25 Minuten entschieden. Robert Schymainski an Brett 6 erspielte sich im Mittelspiel einen Freibauern. Als sein Gegner die Umwandlung in eine Dame mit einhergehendem Schachgebot nicht mehr verhindern konnte, gratulierte er zum Sieg.

Am Spitzenbrett gewann Alexander Zorn im Mittelspiel einen Bauern. Als er in einem sehenswerten Endspiel einen weiteren Bauern gewann, ging auch diese Partie an Drolshagen. Martin Hemmings, für den beruflich verhinderten Frank Kreusch in die Mannschaft gekommen, hatte sich in der Eröffnung einen Vorteil erspielt, den er immer weiter ausbaute. Nach doppelten Figurenverlust gab sein Gegner sich geschlagen.

Am Brett 7 stellte Martin Pfennig im Mittelteil bereits die Weichen auf Sieg. Nach dem Verlust mehrerer Bauern musste sein Gegner auch noch einen Turm opfern um nicht mattgesetzt zu werfen, er gab auf. Julian Kroo an Brett 5 hatte mit beginnender Zeitnot eine ausgeglichene Stellung. Er schaffte zwar noch die erforderlichen 40 Züge in den zulässigen zwei Stunden, fand aber nicht die besten Züge, was sein Gegner zum Turm- und Partiegewinn nutzte. Endergebnis 6:2 für Drolshagen.