Traum von der Segel-Bundesliga soll im Jahr 2015 in Erfüllung gehen

links nach rechts: Finn Szymanski, Till Fernholz, Dennis Diener, Max Lahme, Jana Leukel und Frederik van Vegten.
links nach rechts: Finn Szymanski, Till Fernholz, Dennis Diener, Max Lahme, Jana Leukel und Frederik van Vegten.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Den Traum von der Bundesliga will der Yacht-Club Lister nicht aufgeben.

Attendorn..  Im letzten Jahr verfehlte das Team in der Relegation die Endausscheidung der besten 10 von immerhin ca. 60 angetretenen Vereinen und damit den Einzug in die zweite Liga.

Mit der Bundesliga-Offensive 2015 fährt der Yacht-Club Lister ein leicht verändertes Konzept. Im Mittelpunkt soll dabei die Zusammenführung von Senioren, Junioren und Jugendlichen stehen. Der YCL möchte damit jungen Seglern eine hochinteressante sportliche Perspektive bieten. Jung und alt sollen voneinander lernen und profitieren.

Ein Team besteht aus 4 + 1 Seglern. Dabei soll jeder möglichst jede Position ein Mal inne gehabt haben, damit ein Verständnis für die verschiedenen Rollen und ein gewisses Maß an Rücksichtnahme entwickelt wird.

„Im Streit geht im Team nichts. Es ist gefährlich, sich an Bord zu streiten, dann freuen sich nur die anderen 26 Clubs.“, fasst Uwe Fernholz, Präsident und letzjähriger Aktiver der Bundesliga-Mannschaft, diese Seite des Teamsports kurz zusammen. Außerdem kann so festgestellt werden, wie die optimale Besatzung aussieht.

Mit regelmäßigem Training hat man eine reelle Chance, bei der Relegation unter die ersten 6 zu kommen und damit den Einzug in die 2. Liga zu schaffen. Bei der Relegation geht es um Sekunden. Die Rennen dauern jeweils gute zehn Minuten, verliert man z.B. beim Setzen des Spinnakers einige Sekunden, haben einen die anderen überholt. Diesen Zeitverlust wieder aufzuholen, ist in der Regel kaum möglich.

Taktik nicht aus Augen verlieren

Auch die Regattataktik darf nicht aus den Augen gelassen werden. Setzt an der zweiten Tonne ein anderes Boot zum Überholen an, hat man selbst nicht mehr die freie Wahl, wann man die Halse einleitet, um möglichst gut um die Tonne zu kommen. Auch dies ein Rennen entscheidender Faktor. Alles in allem ist das Segeln der B/one keine einfache Angelegenheit. Sie ist in ihrer Segelgarderobe eigentlich übertakelt. Das wirkt sich auf einem Schwachwindrevier wie der Bigge zwar ganz positiv aus, auf der Flensburger Förde hat man aber Mühe, das Boot auf Kurs zu halten. Damit muss jeder Segler eine gehörige Portion Respekt den Elementen gegenüber mitbringen.