SV Rothemühle hat beim Kiersper SC nichts zu verlieren

Kreis Olpe..  Ostern ohne Derby: Das sieht der Spielplan für die sechs heimischen Teams in der Fußball-Bezirksliga 5 vor.

Mit gezielten „Nadelstichen“ will der SV Rothemühle den souveränen Tabellenführer Kiersper SC am Ostermontag ärgern. „Wir fahren locker-flockig nach Kierspe“, weiß Trainer Maik Wolf, dass sein in den letzten Wochen zusammengeschrumpfter Kader beim Spitzenreiter nichts zu verlieren hat. Nach seinem aus der personellen Not geborenen Einsatz gegen RW Lüdenscheid als linker Innenverteidiger, kann der 42-jährige Coach am Felderhof wohl wieder auf der Trainerbank Platz nehmen.

Zumal die Grossmann-Zwillinge Sebastian und Alexander zurückkehren. „Bei Alexander sind alle Untersuchungen positiv ausgefallen“, freut sich Wolf, dass sich der Spieler nach seiner schweren Gehirnerschütterung gesund zurückgemeldet hat. „Dem Verein blieb in diesem Fall keine andere Wahl“, kommentierte Wolf kurz die Trennung von Bakary Sinaba.

Saida hofft auf Lerneffekt aus 4:5

Das 4:5 beim SC Drolshagen war eine jener Begegnungen, die Mounir Saida „die Lust am Fußballsport nehmen“. Allerdings nur vorübergehend. Denn der Trainer des SV Ottfingen hofft, dass seine junge und „sehr selbstkritische“ Mannschaft aus dieser Schlappe gelernt und die richtigen Schlüsse gezogen hat. „Das war ein richtiger Knaller vor den Kopf“, ist Saida überzeugt, dass ein solches Spiel im Nachhinein auch seine positive Seite haben kann. Mit Hickengrund erwartet der SVO-Coach einen „kompakten und kampfstarken“ Gegner, der auch „sehr viel mit unfairen Mitteln“ arbeite. Eine Lehre müsste das Ottfinger Team aus der Pleite in Drolshagen gezogen haben. „Man darf keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen“, mahnt Mounir Saida. Der will weiter den „Weg mit jungen Leuten gehen“ und baut für die neue Saison auf den aktuellen Kader. Dazu stoßen zwei eigene A-Jugendliche und „zwei bis drei Neuzugänge“.

Bloß nicht durchgereicht werden

Die 2:4-Schlappe des FC Altenhof trotz 2:0-Halbzeitführung gegen Freudenberg tat richtig weh. Denn nach zweieinhalb Jahren musste das Team von Trainer Oliver Mack den Gästen wieder die Punkte überlassen. „Das war die erste Heimniederlage, solange ich da bin“, ärgerte sich Mack. Von „Wolke sieben und Platz zwei“ rutschte das Mack-Team auf Rang sechs ab. Jetzt hofft der FCA-Übungsleiter bei RW Lüdenscheid auf „eine Reaktion“. Denn eines will Oliver Mack auf keinen Fall: nach unten durchgereicht werden. Angeschlagen sind Kevin Becker und Philippe Zart. Tobias Stevens ist aus beruflichen Gründen fraglich.

Für die neue Saison steht Benjamin Ossmann als zweiter Neuzugang neben Rückkehrer Mario Wurm vom VSV Wenden fest. Der 28-jährige kommt vom Traditionsverein SC Borussia 05 Köln-Kalk. Defensivspezialist Ossmann zieht im Sommer nach Krombach und sucht beim FCA eine neue sportliche Herausforderung.

Noch ein weiter Weg

Der SC Drolshagen hat sich nach dem denkwürdigen 5:4 gegen Ottfingen Luft im Abstiegskampf verschafft. „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung, von der Nummer 1 bis zur Nummer 15 und 16“, will Jens Scholemann die drei Bonuspunkte nicht an einem Spieler festmachen. Auch wenn Winter-Neuzugang Christopher Thomassen am Ende die beiden entscheidenden Tore erzielt hat.

Drolshagens Fußball-Chef weiß, dass es bis zum Klassenerhalt noch ein weiter und beschwerlicher Weg ist. Und da tut ein „Big Point“ wie gegen den SV Ottfingen zuletzt richtig gut. Auch bei Fortuna Freudenberg will das Team versuchen, etwas mitzunehmen. Denn auf die Duelle gegen die Abstiegskonkurrenten möchte sich Scholemann nicht verlassen.

Am Ostermontag ist Drolshagens Trainer Oliver Kalisch wieder aus dem Skiurlaub zurück. Beim Training wurde er von Oliver Weuste und Christian Beekhuis vertreten. Beekhuis ist wegen muskulärer Probleme fraglich.