SV 04 Attendorn schwimmt weiter auf der Euphoriewelle
01.11.2010 | 18:47 Uhr 2010-11-01T18:47:00+0100Attendorn/Lüdenscheid. Gesellenstück bestanden – Meisterschaft in Arbeit?
Tabellenführer SV 04 Attendorn hat in der Fußball-Bezirksliga 7 mit einem 2:1 (0:0)-Last-Minute-Erfolg beim Titelfavoriten Rot-Weiß Lüdenscheid ein Ausrufezeichen gesetzt und im Anschluss an den Coup im Nattenbergstadion die Saisonziele neu formuliert.
"Ich ziehe den Hut davor, wie die Jungs das taktisch umgesetzt haben. Ich bin begeistert“, jubelte Doppeltorschütze und Spielertrainer Timo Winheller. „Das war überragend, besser geht es momentan nicht. Wir haben jetzt alle Großen der Liga hinter uns. Unsere Ziele können wir nach oben korrigieren.“
Gegen die Rot-Weißen brachte Attendorns Coach sein Team nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit in Front, als er einen an Pietro Guerrieri verschuldeten Foulelfmeter zum 1:0 verwandelte (62.).
Nach der Führung standen die Gäste sicher und verteidigten den knappen Vorsprung bis zur 81. Spielminute. Dann glich RWL durch einen Kopfballtreffer von Dino Minacapilli zum 1:1 aus (81.). Doch Winheller jagte in der Nachspielzeit nach einer Ecke das Leder „mit dem Glück des Tüchtigen“ (Winheller) aus dem Gewühl heraus zum 2:1-Siegtreffer in die Maschen.
„Wir schwimmen auf einer Euphoriewelle, meine Aufgabe ist es nun, das zu bremsen“, dämpfte der Trainer der Nullvierer die riesige Erwartungshaltung in Attendorn. „Die Saison ist noch lang, wir werden mal gucken, wo der Weg noch hingeht.“
Am Sonntagabend führte die Route jedenfalls unmittelbar in die Hansestadt, um „ein Stündchen zu feiern“, wie Winheller sagte. Doch bei aller Freude und Aufbruchstimmung beim Fast-Absteiger der Vorjahre mahnte der SV-04-Coach vor Überheblichkeit. „Es wäre vermessen zu sagen, dass wir aufsteigen wollen. Diese Ansprüche stellen andere Teams“, stapelte Winheller tief. „Jetzt kommen die vermeintlich kleinen Gegner, aber das werden die härtesten Spiele für uns.“
SV 04 Attendorn: De Coster, Jaworski, Barrena, Cervellino, Winterholler, Winheller, Majchrzyk, Tkocz, Guerrieri (72. Gaertner), Dogrusöz (72. Klein), Bock (64. Frey).
21:15
Ömer Durgun suspendiert,Hamdi Chamkhi im Winter wieder nach Berlin.Das wars für VTS Iserlohn!!!!!!!
19:10
Ihr ganzen Neider, die es dem SV04 nicht gönnt an der Spitze zu stehen, solltet einfach eure Klappe halten und die Leute, die hart für den Erfolg gearbeitet haben, zurecht glücklich sein lassen.
Alles andere ist kindisch und lächerlich!
17:42
Fußball-Rot-Weiß Lüdenscheid - SV 04 Attendorn 1:2 (0:0). Die Rot-Weißen hatten für das Gastspiel des Tabellenführers extra einen Sicherheitsdienst bestellt. Aber auch die drei kräftigen Herren konnten nicht verhindern, dass Attendorn alle drei Punkte mit nach Hause nahm.
Doppelt bitter für die Gastgeber: Der Siegtreffer durch SV 04-Spielertrainer Timo Winheller fiel in der Nachspielzeit und nach einem Eckball, der auch aus Attendorner Sicht keiner war. Mit einer Energieleistung drückte der starke Winheller den Ball über die Torlinie. Vorausgegangen war der einzige Fehler von RWL-Schlussmann Sven Kuhrmann, der bis zur 90. Minute eine sicheren Eindruck hinterließ.
Schwacher Trost für Marco Sadowski
Während sich die Gäste nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Alexander Ernst (Schwerte) jubelnd in den Armen lagen und „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ skandierten, war Marco Sadowski fassungslos. „Das war keine Ecke“, schüttelte Lüdenscheids Trainer den Kopf. Der Klapps von seinem Herscheider Kollegen Hennes Vogelsang, der anschließend gegen die RWL-Zweitvertretung spielte (0:5), war nur ein schwacher Trost. Schiedsrichter Ernst musste sich auf dem Weg in die Kabine einige böse Worte von den Lüdenscheider Zuschauern anhören.
Mit jetzt neun Punkten Rückstand auf Tabellenführer Attendorn redet beim ehemaligen Zweitligisten niemand mehr vom Aufstieg. „Darüber brauchen wir im Moment nicht zu sprechen“, weiß Marco Sadowski.
In den ersten 45 Minuten sahen die 220 Zuschauer ein Spiel mit leichten Vorteilen für den SV 04, der auch die besseren Möglichkeiten hatte. Aber auf Sven Kuhrmann war Verlass. So rettete der Keeper gegen Winheller und Guerrieri. Auf der anderen Seite landete ein Minacapilli-Kopfball nur auf dem Tornetz.
Nach einem Foul von RWL-Kapitän Petr Nemec an Pietro Guerrieri (56.) zeigte der Unparteiische zurecht auf den Punkt. Spielertrainer Timo Winheller übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:0. Anschließend stand der eingewechselte Mark Sattler nach einem Pass von Ralf Knipps frei, doch der Referee entschied auf Abseits.
Minacapilli-Ausgleich wie ein Weckruf
Der Ausgleich durch einen Kopfball von Dino Minacapilli (81.) war der Weckruf für die Platzherren, die in der Schlussphase gegen sichtlich nachlassende Hansestädter das Kommando übernahmen. Fast hätte Lars Scheerer das 2:1 erzielt. Dann kam die Nachspielzeit.
17:37
RW Lüdenscheid, ich lach mit TOT!!!
Attendorn hätte 4-1 gewinnen MÜSSEN!!!
14:28
Gegen Rüblinghausen sind wir wieder da!!!
Das wir gegen Lüdenscheid gewinnen war doch eh klar, SPITZENREITER SPITZENREITER HEY HEY SPITZENREITER SPITZENREITER HEY HEY...Jetzt hält uns keiner mehr auf, mit der roten Wand im Rücken geht´s wieder dahin, wo ihr hin gehört Jungs!!!
20:31
Wo waren denn die so hochgepriesenen Ultras?
Was ist denn bei der Attendorner Zweiten los? Der Trainer soll am letzten Donnerstag zurückgetreten sein!?!
19:39
dazu eine Frage: wie definierst du Kraftfußball? Und siehst du genau das in diesem Jahr beim SV 04, oder denkst du da an vergangene Zeiten? Ich habe den SV 04 u.a. gegen den FC Lennestadt gesehen und muss sagen, dass das keinesfalls Kraftfußball gegen spielstark war...
In Attendorn tut sich was, nicht nur tabellarisch, sondern auch spieltechnisch- und taktisch.
18:51
Attendorn wird mit dem Kraftfußball nicht durchhalten können. Da sind der spielstarke FC Lennestadt und der VTS Iserlohn über die Länge der Saison eher die Favoriten. Trotzdem Hut ab vor der Attendorner Leistung.