SV 04 Attendorn humpelt weiter durch die Rückrunde

Ein Bild mit Symbolcharakter: Wohin führt der Weg des in der Rückrunde strauchelnden Landesliga-Aufsteigers SV 04 Attendorn?
Ein Bild mit Symbolcharakter: Wohin führt der Weg des in der Rückrunde strauchelnden Landesliga-Aufsteigers SV 04 Attendorn?
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Szene hat Symbolcharakter und könnte beispielhaft für die Rückrunde des SV 04 Attendorn stehen. Als Trainer Lars Mebus den Vatertag zu einem Ausflug nutzen wollte, musste er sein Fahrrad erst einmal aufpumpen. Auch dem Landesliga-Aufsteiger droht im Fußballjahr 2015 die Luft auszugehen.

Attendorn/Lennestadt..  Mit nur vier Punkten aus neun Spielen ist der SV 04 die zweitschlechteste Mannschaft der Rückserie.

Zumindest vor dem Landesligaderby gegen den FC Lennestadt gibt es im Hansastadion aber etwas zu feiern. Der SV 04 weiht offiziell seine vereinseigene Tribüne ein und bedankt sich bei allen Helfern und Sponsoren.

Deshalb wird auch auf dem in die Jahre gekommenen Kunstrasenplatz gespielt. Allerdings ist der Rasenplatz, auf dem die Hansestädter zuletzt vier Punkte gegen RW Hünsborn (2:2) und den SC Neheim (2:0) geholt haben, wegen der obligatorischen Frühjahrsarbeiten ohnehin gesperrt.

An diese kleine Serie wollen die personell weiterhin leidgeprüften Attendorner im letzten Derby der Saison gegen den FC Lennestadt anknüpfen, der beim 4:0-Heimsieg gegen das Kellerkind SV Hüsten Selbstvertrauen getankt hat.

Team stellt sich fast von allein auf

Allerdings stellt sich das Team von Lars Mebus wieder einmal fast von alleine auf. „Meine Liste ist sehr lang“, meldete sich Attendorns Coach am Telefon.

Hasan Dogrusöz ist beruflich in Aserbaidschan. Kapitän Eugen Litter fehlt wegen seiner roten Karte in Bad Berleburg. Nils Hartmann fällt wegen einer Leistenverletzung aus. Michael Kuhlmann ist beim 0:4 in Menden umgeknickt und musste mit einer Bänderdehnung früh raus. Florian Budde hat zumindest das Lauftraining wieder aufgenommen. Während Timo Gaertner noch fraglich ist, stehen Tim Allenstein und Raffael Klein wieder zur Verfügung. Kein Thema ist weiter der verletzte Emre Gencol.

Florian Friedrichs ist wohl fit

Der Gast aus Lennestadt weist mit 19 Punkten bislang die viertbeste Bilanz der Rückserie auf. Von den vielen Misserfolgen der Hansestädter - zuletzt das 0:4 in Menden - lässt sich Trainer Jürgen Winkel nicht blenden. „Attendorn hat zwar erst vier Punkte geholt. Aber wir dürfen die Gastgeber nicht unterschätzen. In das Derby geht der SV 04 bestimmt mit einer ganz anderen Motivation“, erwartet Jürgen Winkel einen Gegner, der sich wehrt. Das Hinspiel sollte für den Gast ein warnendes Beispiel sein. Damals entführte der Aufsteiger mit einer starken kämpferischen Leistung aus dem Henselstadion beim 1:1 einen Punkt.

Seitdem hat sich auf beiden Seiten aber einiges getan. Auf der Lennestädter Trainerbank hat Jürgen Winkel längst Benedikt Gabriel abgelöst. SV 04-Torschütze Hasan Dogrusöz ist beruflich wieder im fernen Baku unterwegs, der Hauptstadt von Aserbaidschan.

Während Philip Thöne den Gästen wieder zur Verfügung steht, hat Florian Friedrichs Probleme mit dem Sprunggelenk und wurde vom Physiotherapeuten behandelt. Sein Trainer ist aber optimistisch, dass sich der Top-Stürmer für das Derby fit zurückmeldet.

Anlass, seine gegen Hüsten erfolgreiche Formation zu ändern, sieht Jürgen Winkel aus Prinzip nicht. „Wenn wir gewonnen haben, besteht kein Grund, die Mannschaft umzustellen.“ Und was ist das Ziel beim SV 04, der hofft, sich zum Klassenerhalt zittern zu können? Winkel: „Wie immer. Locker reingehen und das Spiel gewinnen.“