„Stets mit offenen Karten gespielt“

Steffen Hebbeker (links).
Steffen Hebbeker (links).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
„Wir verfallen nicht in Panik.“ Das ist die klare Ansage von Matthias Knoche. Der 1. Vorsitzende des Fußball-Landesligisten FC Lennestadt bleibt gelassen, obwohl Steffen Hebbeker nach dieser Saison zur SpVg Olpe wechselt (wir berichteten).

Lennestadt..  Hebbeker ist nach den künftigen Bonzelern Dominik Allebrodt und Sebastian Kaufmann der dritte Leistungsträger, der den FC Lennestadt im Sommer verlässt. Darüber hinaus übernimmt Torwart Steffen Dicke die zweite FCL-Mannschaft. „Ohne diese Spieler hätten wir nie die Erfolge der letzten Jahre gehabt,“ sagt Matthias Knoche und schickt einen „herzlichen Dank“ hinterher.

Was Steffen Hebbeker betrifft, sei der Verein nicht wie vom Blitz aus heiterem Himmel getroffen worden. Im Gegenteil: „Steffen Hebbeker hat immer mit offenen Karten gespielt. Er hat uns schon informiert, dass er ein Gespräch mit der Spielvereinigung Olpe hatte. Deshalb sind wir auch nicht vor vollendete Tatsachen gestellt worden.“

Kürzere Fahrt nach Köln

Für Matthias Knoche ist Steffen Hebbekers Schritt „absolut nachzuvollziehen“. Denn der Spieler studiert - übrigens gemeinsam mit Olpes Kapitän Denis Huckestein - in Köln. Die Fahrt dorthin ist von Olpe aus deutlich kürzer als von Altenhundem. Daher hinterlässt dieser Wechsel beim abgebenden Verein auch keinerlei Misston. Hebbeker werde stets willkommen bleiben beim FCL. Matthias Knoche: „Als wir zum letzten Mal zusammengesessen haben, habe ich ihm gesagt: ,Du weißt, wo in Meggen das Klubheim steht’. Vom Vorstand wird es nie ein böses Wort zu Steffen Hebbeker geben.“

Für Hebbeker ist der Olper Kreuzberg kein Neuland. Bis auf das erste C-Jugendjahr, das er noch beim FC Lennestadt absolvierte, hat er die Juniorenabteilung der SpVg Olpe komplett durchlaufen.

In der kommenden Saison darf der Noch-Lennestädter mit hoher Wahrscheinlichkeit Westfalenliga-Fußball spielen, die Olper führen ja mit elf Punkten die Landesliga-Tabelle an. Knoche hat volles Verständnis dafür, dass der Spieler diese Chance nutzen will. „Wenn er es schafft, Westfalenliga zu spielen, können die Jahre beim FC Lennestadt ja so schlecht nicht gewesen sein.“

Drei Neue, drei Jugendliche

Trotz des weiteren Abgangs gedenkt der FC Lennestadt nicht, personell jetzt noch einmal nachzupacken. Mit Adnan Spago vom FC Kirchhundem und dem 19-jährigen Maximilian Hein von den Sportfreunden Albaum stehen zwei Neuzugänge schon etwas länger fest.

Ein Dritter im Bunde ist Pascal Wilhelm vom SV Heggen. Der 20-Jährige spielt im offensiven Mittelfeld und sucht die Herausforderung Landesliga. Matthias Knoche: „Dazu kommen noch drei Spieler aus der Jugend, und junge Spieler, die jetzt noch hinten dran stehen.“