Stelldichein der „Altstars“ in Schönau

Schönau..  Schon eine Stunde vor dem Derby in Schönau hielt ein Planwagen mit einer Abordnung des FC Altenhof vor dem Eingang des Sportplatzes. Spieler der 2. Mannschaft, der Altliga und einige Fans waren seit 11 Uhr unterwegs und sichtlich in allerbester Stimmung. In Schönau ließ die lustige Gesellschaft Andre Martin und Felix Steinkamp aussteigen, die den Winterhagen über die Derby-Spielstände informieren sollten. „Wir feuern natürlich den VSV an. Gewinnt Wenden, dann sind wir durch”. Andre und Felix sollten Recht behalten.

Die menschliche Standleitung von Schönau nach Altenhof war aber nicht nötig. Wendens Stadionsprecher Dietmar Häner und FCA-Fußballobmann „Ecki” Stahl waren telefonisch bestens vernetzt und hielten sich gegenseitig auf dem Laufenden. Häner hatten vor dem Derby auch den richtigen Riecher. „Wenn man die gesamte Saison betrachtet, hätte es der FC Altenhof verdient aufzusteigen. Sie waren das beste Team und haben alle Spitzenmannschaften geschlagen.”

Abordnung aus Lennestadt

Vor dem Anpfiff in Schönau hatte „Eddi” Bröcher schon einen Zwölf-Kilometer-Marsch hinter sich. Morgens hatte der langjährige Stadionsprecher des SV Ottfingen seinen Wagen nach Schönau gebracht und war dann zu Fuß nach Hause gegangen. Mittags machte sich der ehemalige Schlussmann mit vielen SVO-Fans wieder auf den Weg nach Schönau. Natürlich ließen sich auch die Ex-Verbandsligaspieler Hubertus Ochel und „Berti” Grebe das brisante Duell der Nachbarn nicht entgehen. Beim 1:4 vor 31 Jahren im Schulzentrum gegen den SV Ottfingen war „Berti” Grebe selbst am Ball und sah nach einem Foul an Matthias Rademacher die rote Karte. „Aber da stand es schon 4:1”, lachte die einstige Abwehrgröße des VSV.

Markus Klein, einziger Wendener Torschütze vor 31 Jahren, ließ sich von seinem jüngeren Bruder Dirk vertreten. Der Ältere war in Bamenohl, wo sein Sohn Sebastian spielt.

Mitten unter den Ottfinger Fans standen Andreas Hebbeker, Andreas Eickelmann, Michael Kurzeja und Hans-Georg Völmicke. Mit ihren FC Lennestadt-Schals waren der ehemalige Kreisvorsitzende Hebbeker und seine Freunde aber als neutrale Zuschauer zu erkennen. Wie Hünsborns „Siggi” Junge wollten auch die Lennestädter ein „richtig schönes Derby sehen”.