SpVg Olpe setzt sich die Landesliga-Krone auf

Die Meistermannschaft der SpVg Olpe
Die Meistermannschaft der SpVg Olpe
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ein paar Umdrehungen musste der Anlasser drehen, ehe der Jubel ansprang.

Olpe..  Abwartend standen die Fußballer der SpVg Olpe nach ihrem 4:1 (2:1)-Sieg gegen Bad Berleburg im Mittelkreis. Erst als Stadionsprecher Björn Schneider dem 2:0-Sieg des BSV Menden beim Olper Verfolger Finnentrop/Bamenohl per Mikro die amtliche Note verlieh, kam Leben in die Stehparty.

Vier Spieltage vor Saisonende ist das amtlich, was ohnehin niemand mehr ernsthaft bezweifelt hatte: Die SpVg Olpe ist zurück in der Westfalenliga. Ehe sich die Mannschaft - inzwischen in voller Feierlaune - zum Foto sammelte, bildete sie einen Kreis vor dem Tor. Vorstandsmitglied Jörg Hennecke rief das in die Traube hinein, was in diesem Augenblick gerufen werden musste: „Danke für diese Spiele, danke für diese Ergebnisse! Ihr seid ein würdiger Meister, ich wünsche euch für die kommende Saison alles Gute.“

Über die nächste Saison mochte Trainer Ottmar Griffel noch nicht sprechen inmitten der Feierlichkeiten. Der Aufstieg bedeutet, dass er weitermacht in Olpe, anders wäre es beim Nicht-Aufstieg gewesen. „Davon kann man ausgehen. Das ist so abgesprochen, ja,“ bestätigte er sein Engagement bei der SpVg Olpe in der Westfalenliga 2015/16.

Aber die Zukunft war kein Thema, das der Olper Trainer bemühen wollte. Zu schön war die Gegenwart und der Blick auf das Geleistete.

Wieder aufgestanden

„Wir haben es im Kollektiv geschafft,“ lobte er den Charakter seiner Mannschaft und hob die Qualität dieses Titels hervor: „Es ist nicht einfach gewesen bei der SpVg Olpe, denn wir haben ab dem ersten Spieltag unter Druck gestanden.“ Da war die Vizemeisterschaft 2014, die verlorene Relegation - aber eine nahezu unveränderte Mannschaft.

Da konnte es nur eines geben: Die Streichung der Vorsilbe „Vize“.

Die Mannschaft, angeführt von Kapitän Denis Huckestein, hat diesem Druck, diesen Erwartungen auf imponierende Weise standgehalten. Sie ist nach dem 0:4-Start gegen Meschede und nach den beiden Auftaktniederlagen 2015 wieder aufgestanden. Was auch für die gestrige Partie gegen Bad Berleburg galt. Da lag die SpVg nach zwei Minuten mit 0:1 hinten, ohne Christian Bölkers Paraden hätte es auch gut 0:3 stehen können. Letztlich wurde die Partie ein Spiegelbild der Saison: Zweimal Jannik Buchen, Thomas Rath ließen Olpe wieder aufstehen, ehe ein Berleburger Eigentor den Endstand perfekt machte.