SpVg Olpe muss die Kurve kriegen

Thomas Rath SpVg Olpe
Thomas Rath SpVg Olpe
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Was wir bereits wissen
Die SpVg Olpe führt die Tabelle der Fußball-Landesliga immer noch mit sattem Vorsprung an.

Olpe.  . Doch zum ersten Mal seit langer Zeit ist vor dem morgigen Spitzenspiel des Tabellenführers gegen den Vierten SV Hohenlimburg (Sonntag, 15 Uhr, Kreuzberg) etwas anders als in den letzten Wochen, ja Monaten. Und das ist die Frage nach dem Favoriten.

Der Grund sind die Formkurven der beiden Mannschaften. So verlor die SpVg Olpe beide Spiele des Jahres 2015, am heimischen Kreuzberg gegen Werdohl und in Dröschede. Dagegen konnte der so schwach gestartete Westfalenliga-Absteiger die letzten vier Spiele alle gewinnen. Seit acht Spielen ist die Mannschaft von Trainer Roman Reichel ungeschlagen und kletterte vom neunten auf den vierten Platz. Die letzte ihrer fünf Niederlagen mussten die Hohenlimburger am 12. Oktober 2014 hinnehmen (0:4 beim FC Lennestadt).

Am vergangenen Sonntag gewann Hohenlimburg hochverdient mit 3:1 bei RW Erlinghausen. Und wie stark die Hohenlimburger im Moment drauf sind, musste vor zwei Wochen auch die SG Finnentrop/Bamenohl bei ihrer 0:2-Heimniederlage feststellen.

Olpes Trainer Ottmar Griffel ist sich der Schwere und der Wichtigkeit des morgigen Spiels bewusst. Griffel: „Nach zwei Niederlagen müssen wir so schnell wie möglich wieder die Kurve kriegen. Aber es wird sehr schwer für uns. Hohenlimburg ist eine der besten Mannschaften der Liga. Das haben die auch im Hinspiel gezeigt, das wir nur knapp mit 3:2 gewinnen konnten.“

Deshalb sei er, so Griffel weiter, auch erstmal mit einem Punkt zufrieden: „Nach zwei Niederlagen müssen wir erstmal wieder Stabilität bekommen. Wir müssen den Vorsprung auf die Verfolger halten.“

Durch die zwei Niederlagen ist der zum Jahreswechsel so komfortable Elf-Punkte-Vorsprung auf die Konkurrenten zusammen geschmolzen. Wenn alles schief läuft, sind es am Sonntagabend noch sechs Zähler.

Woran liegt es, Herr Griffel? „Jede Mannschaft hat in der Saison einmal eine Durststrecke. Davor ist in Deutschland keine Mannschaft gefeit. Da sind wir leider keine Ausnahme. Aber die Durststrecke müssen wir jetzt so schnell wir möglich beenden“, fordert Ottmar Griffel.

Er habe, so Griffel weiter, schon vor Monaten davor gewarnt, dass solch eine Negativphase eintreten könne. Griffel: „Wie oft und wie lange sind wir schon berieselt worden, dass wir bereits aufgestiegen wären. Aber im Dezember ist noch nie ein Meister gekürt worden. Darauf habe ich immer wieder hingewiesen.“

Dazu kamen auch langwierige Verletzungen. So fehlten beim 1:2 in Dröschede mit David Ohm, Thomas Rath und Julian Scheppe drei ganz wichtige Mittelfeldspieler, die zwar einzeln, aber im Block nur schwer zu ersetzen sind.

Zumindest hier hofft Ottmar Griffel gegen Hohenlimburg auf Besserung. Denn Thomas Rath ist nach wochenlanger Verletzungspause wieder im Kader. Auch David Ohm steht wieder zur Verfügung. Fraglich ist der Einsatz von Kapitän Denis Huckestein, der sich auf einem Seminar befindet.