SpVg Olpe hat die Ziellinie vor Augen

Die Hoffnungen der SpVg Olpe liegen nicht zuletzt wieder auf Jannik Buchen, im Spiel gegen RW Hünsborn am vergangenen Sonntag zweimaliger Torschütze. Hier hebt der Olper den Ball brillant über Hünsborns Torwart Tobias Wurm hinweg zum 2:0-Endstand.
Die Hoffnungen der SpVg Olpe liegen nicht zuletzt wieder auf Jannik Buchen, im Spiel gegen RW Hünsborn am vergangenen Sonntag zweimaliger Torschütze. Hier hebt der Olper den Ball brillant über Hünsborns Torwart Tobias Wurm hinweg zum 2:0-Endstand.
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Der Stachel der Niederlage im Kreispokalfinale in Rothemühle Elfmeterschießen saß auch am Donnerstag noch tief bei Ottmar Griffel, den Trainer des Landesliga-Tabellenführers SpVg Olpe: „Ich habe mich maßlos geärgert und bin total enttäuscht. Wann bekommt man schon mal so eine Chance, im Pokalfinale zu stehen?“

Olpe..  Der Knackpunkt lag klar in der ersten Halbzeit. „Die erste Hälfte haben wir total verschlafen“, kommentierte bereits Olpes sportlicher Leiter Björn Schneider die ersten 45 Minuten am Rothenborn.

Das sieht auch Ottmar Griffel so. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit durch individuelle Fehler selbst mit 0:2 in Rückstand gebracht. Das haben wir in der zweiten Halbzeit ja noch korrigiert.“ In der Verlängerung hätte seine Mannschaft das Spiel komplett drehen müssen.

Jetzt gilt es, das zweite große Ziel, die Meisterschaft und den Westfalenliga-Aufstieg in trockene Tücher zu bringen. Vier Punkte braucht die SpVg Olpe noch. Nach menschlichem Ermessen eigentlich nur noch drei, denn die Griffel-Elf hat eine um 27 Treffer bessere Tordifferenz als die SG Finnentrop/Bamenohl. Die SG kann, wenn die SpVg siegt, punktemäßig nur noch mit ihr gleichziehen. Und das auch nur, wenn die SG alle restlichen Spiele gewinnt und Olpe alle verliert. Und das jeweils klar. Also äußerst theoretisch das alles.

Ottmar Griffel wehrt Fragen nach einem möglichen Titelgewinn schon am Sonntag ab: „Die Frage, nach irgendwelchen Feiern am Sonntag interessieren mich nicht. Die Chance hatten wir am Donnerstag. Für mich zählt nur, dass wir drei Punkte gegen Bad Berleburg holen. Finnentrop/Bamenohl wird gegen Menden gewinnen, also erübrigt sich die Frage nach der Meisterschaft am Sonntag.“ Gegen Bad Berleburg werde es schwer genug. „Das ist eine junge und kompakte Mannschaft. Das wird kein Selbstläufer“, warnt Griffel.

Die Chancen der Olper auf einen Sieg, und damit auf einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg stehen allerdings nicht schlecht. Denn auswärts ist Bad Berleburg anfällig. Von zwölf Auswärtsspielen gingen sechs verloren. Es gab nur drei Siege. Besonders im Kreis Olpe sind die Spieler von Trainer Andreas Edelmann bisher gern gesehene Gäste. Insgesamt gab es drei klare Niederlagen bei OE-Vereinen: 2:5 in Attendorn, 0:3 beim FC Lennestadt und jetzt 0:4 in Bamenohl. Nur in Hünsborn konnte der Aufsteiger mit 1:1 einen Punkt im Kreis Olpe ergattern.

Dazu kommt, dass bei Bad Berleburg Ahmad Ibrahim, mit zwölf Treffern nach Daniel Gora (15) zweitbester Torschütze der Gäste, ausfällt. Dagegen sind bei der SpVg Olpe alle Spieler dabei.