Spielplan und Wirklichkeit

Herzlichen Glückwunsch an den Stadtpokalsieger SpVg Olpe. Aber auch eine Gratulation an den Turnier-Ausrichter Grün-Weiß Lütringhausen.

Der hat das Spektakel in der Realschulhalle perfekt ausgerichtet. 50 Helferinnen und Helfer waren an beiden Spieltagen im Einsatz. Der Service war optimal, sowohl die Organisation des Spielbetriebs als auch die Gastronomie.

Der Verein wurde dafür mit einer großen Resonanz belohnt: Samstag und Sonntag waren die Ränge voll. Mehr als 800 Fans verfolgten die 39 Spiele plus das Neunmeterschießen um Platz drei.

Mögen die Zuschauerzahlen in Fußball-Olpe ein Ganzjahres-Thema sein - nicht so beim Stadtpokal. Das Turnier hat sich seine enorme Anziehungskraft über all’ die Jahrzehnte erhalten.

Dennoch war die Ausgabe 2015 eine Lehrstunde. Sie zeigte, dass die neuen Hallenregeln sowohl für Aktive als auch für Schiedsrichter gewöhnungsbedürftig sind.

Was aber in Zukunft gar nicht mehr geht, ist der Spielplan alten Musters. 120 Sekunden Luft zwischen den Spielen sind zu wenig. Die gehen schon beim Warmlaufen der Spieler drauf.

Jetzt kommt auch noch hinzu, dass die Uhr in der Schlussminute bei jeder Ballruhe angehalten wird. Da dauert eine Partie statt der veranschlagten zehn auch mal zwölf oder mehr Minuten. Wenn an einem Tag 22 Spiele angesetzt sind, kann man sich leicht ausrechnen, was passiert: Der Spielplan bricht völlig zusammen. Am Samstag hinkte man am Ende 38 Minuten hinterher. So groß war die Differenz zwischen der geplanten und der tatsächlichen Anstoßzeit des letzten Spiels.

Auch Joachim Schlüter, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, war nicht glücklich. Er verwies darauf, dass diese „Schlussminuten-Regel“ ein Bestandteil des Futsal ist. So wie auch die Spieldauer von 2x20 Minuten. Auf Kurzspiele über 1x10 Minuten wie in Olpe sei diese Regel nicht übertragbar.

Die Realität in der Realschulhalle hat Schlüter in dieser Meinung voll bestätigt. Lothar Linke

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