So viele Ehrungen wie seit Jahren nicht mehr

Auch die Schießsportler waren wieder stark vertreten.
Auch die Schießsportler waren wieder stark vertreten.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Wenn Wolfgang Hesse eine Wette eingegangen wäre, hätte sie der Moderator der Sportlerehrung 2014 des Kreises Olpe am Freitagabend knapp verloren.

Meggen.  Bis 21 Uhr wollte der Vorsitzende des Ausschusses für Sport und Kultur den Ehrungsmarathon über die Bühne des Pädagogischen Zentrums (PZ) in Meggen bringen. Am Ende verfehlte Hesse seine Zielvorgabe um einige Minuten.

Dass die Auszeichnung der 13 Mannschaften und 115 Einzelsportler etwas mehr als die von Wolfgang Hesse anvisierten zwei Stunden dauerte, lag aber nicht am gut gelaunten Moderator, der mit Unterstützung von „Organisatorin“ Kristin Brüser locker durch den Abend in Meggen führte und bei den drei Ehrungsblocks aufs Tempo drückte. Auch die schwungvolle Eröffnung durch die Jazz AG der Musikschule Lennestadt und die beiden Showeinlagen mit heimischen Tanzgruppen blieben zeitlich im Rahmen.

Viele Grußworte

„Schuld“ daran, dass die ersten Sportler erst nach rund 50 Minuten auf die Bühne durften, waren eine kleine Umbaupause und wieder einmal die Grußworte. Hier ein Verbesserungsvorschlag: Wenn sich die Verantwortlichen auf eine zentrale Begrüßungsrede einigen könnten, bliebe mehr Zeit für das eine oder andere Interview, um Sportler und ihre mitunter nicht so bekannten Sportarten kurz vorzustellen. So erfuhren die vielen Zuschauer im PZ Meggen von Reitsportlerin Teresa Lanatowitz, dass Voltigieren „Turnen auf dem galoppierenden Pferd“ ist und der Handstand auf dem Vierbeiner zu ihren „schwierigste Übungen“ zählt. Beim nächsten Mal bitte mehr davon.

Gesellschaftliche Funktion des Sports

„Der Kreis Olpe ist ganz schön sportlich“, zog Landrat Frank Beckehoff ein überaus positives Fazit unter das Sportjahr 2014. Mit 13 Mannschaften und 115 Einzelsportlern begrüßte Beckehoff „die bei weitem höchste Zahl der vergangenen Jahre“ und benannte die Bühne des PZ Meggen gleich in die „Arena der Gipfelstürmer aus dem Kreis Olpe“ um. Für den Landrat ist der Sport mehr als nur die Jagd auf Rekorde und gute Ergebnisse. „Der Sport hilft, Vorurteile abzubauen und Minderheiten zu integrieren“.

Auf diese wichtige gesellschaftliche Funktion gerade in der aktuellen Situation wies auch Wilfried Schauerte hin, der Vorsitzende des Kreissportbundes (KSB) Olpe. „Helfen Sie mit, die neu angekommenen Flüchtlinge und Asylbewerber zu integrieren“, appellierte Schauerte an die Vereine und stellte dafür „finanzielle Unterstützung“ des KSB in Aussicht.

Bei der anschließenden Ehrung wurde einmal mehr die ganze Palette der Sportszene des Kreises Olpe deutlich. Angeführt wurden die Sportler mit Bankdrücker Norbert Ritzrow von einem Europameister und mehreren Deutschen Meistern.

Die größte Gruppe bildete erneut die Leichtathletik, die den gesamten Ehrungsblock III bildete. Erfolgstrainer Egon Bröcher von der SG Wenden wurde mit seinen Mannschaften gleich neun Mal ausgezeichnet. „Die brauchen ja einen Kleinbus für ihre vielen Medaillen und Urkunden“, flachste ein Zuschauer in Meggen angesichts der zahlreichen Preise für die Sportgemeinschaft aus Wenden.

Sieben Ehrenamtliche gewürdigt

Am Ende des offiziellen Teils stand das Ehrenamt im Mittelpunkt. Mit Gerhard Kasten (Fußball), Handball-Legende Rudi Vossas, Karl Hofmeister (TV Olpe und KSB), Lambert Stoll (Gemeindesportverband Wenden), Gisbert Nies (FC Altenhof), Dorothee Podransky (Behindertensport) und Ulrich Göbel (Skiclub Lennestadt) wurden verdiente Funktionäre ausgezeichnet.