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Skiclub Oberhundem sehnt Schnee herbei

06.02.2012 | 16:47 Uhr

Oberhundem.Durch den warmen Januar und den nach wie vor herrschenden Schneemangel sind in Oberhundem bereits zwei Ski-Wettbewerbe ausgefallen.

Der erste von beiden, die nordischen Bezirksmeisterschaften Rothaar- und Hochsauerland, konnten am geplanten Termin Anfang Januar zwar im Ausweich-Ort Winterberg starten. Nicht so aber der alpine WSV Elan Nachwuchscup. Der wurde am vorletzten Wochenende vom Oberhundemer Skilift ins Skigebiet Fahlenscheid verlegt, konnte aber auch dort wetterbedingt nicht stattfinden.

Dies nervt natürlich, aber man habe „aus den Bedingungen das Beste gemacht,“ wie Andreas Schöttes, der 1. Vorsitzende des Skiclub Oberhundem, bestätigt.

Allerdings entfiel mit dem Ortswechsel nach Winterberg ein ganzer Wettkampftag und damit Einnahmen. Schöttes: „Dazu kommt der Aufwand für den Ausrichter und die Akteure durch den Ortswechsel ins Hochsauerland.“

Kein Frust herrschte bei den Kindern. Sie waren froh, die im Training erworbenen Fähigkeiten im Wettkampf zeigen zu können. Darauf hoffen nun auch die alpinen Sportler beim WSV Elan Nachwuchscup. Der soll zusammen mit dem geplanten Rennen um den Rothaarcup am 12. Februar in Oberhundem oder in Fahlenscheid stattfinden- ausgerichtet vom SC Oberhundem.

Doch wird der um einen Tag verkürzte Wettbewerb wiederum finanzielle Einbußen nach sich ziehen, befürchtet Schöttes. Durch die verkürzte Version fehlen neben den Startgeldern auch die Einnahmen aus dem Verzehr der Sportler und Betreuer.

Doch beschweren wollen sich die Oberhundemer noch nicht. 2010/11 war es weitaus schlimmer. Da litten sie unter einem kurzen und daher komplett wettkampflosen Winter am Skilift und Rhein-Weser -Turm. Der spielte noch viel weniger Geld ein. Nur: In diesem Jahr schmerzen die schlechten Bedingungen am Oberhundemer Skiabfahrtshang doppelt. So hatte man sowohl in eine Pistenraupe, als auch in den vereinseigenen Skilift investiert.

Doch ohne Schnee sind Pistenraupe wie Skilift noch nicht zu gebrauchen. Zum finanziellen Verlust kommt, dass der Nachwuchs, besonders im alpinen Bereich, an Motivation verliert, da durch den fehlenden Schnee kein Training stattfindet, von der Belohnung in Form eines guten Wettkampfs ganz zu schweigen.

Allein im nordischen Bereich besteht zumindest zur Zeit die Möglichkeit, am Rhein-Weser-Turm zu trainieren. Auch hier ist der Ski Club Oberhundem für die Präparierung des 24 Kilometer langen Loipennetzes bis nach Jagdhaus zuständig. Andreas Schöttes: „Allerdings mussten auch die nordischen Skisportler bis Mitte Januar fast täglich zum Training nach Winterberg fahren.“

Die Hoffnung des SC Oberhundem ist nun, dass mit den kühlen Temperaturen auch der lang ersehnte Schnee endlich kommt.

Christopher Stolz

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