Simon Huckesteins hartes Heimrennen
04.11.2007 | 20:55 Uhr 2007-11-04T20:55:40+0100Wenden. Mit mehr als 500 Startern war die 32. Auflage des Südwestfalenlaufes in Wenden erneut ein Riesenspektakel. ...
Trotz des trüben Wetters mit Nieselregen hatten sich zudem mehrere hundert Zuschauer im Start- und Zielbereich sowie an der Strecke eingefunden. In sportlicher Hinsicht verlief die Veranstaltung wie gewohnt. Als um 15:17 Uhr Simon Huckestein mit seinem Teamkollegen Alexander Brushinski im Schlepptau als erster um die letzte Kurve bog und unter den Ovationen der Zuschauer nach 32:50 Minunten mit erhobenen Armen durchs Ziel lief, überraschte das niemanden. Für den Altenkleusheimer von der SG Wenden war es der dritte Sieg in Serie beim 10 Kilometer-Lauf durch die Wälder zwischen Wenden und Scheiderwald.
Nur vier Sekunden später kam der Mitfavorit und führende des "Ausdauer-Cups", Tobias Dreier (LG Sieg), als Dritter ins Ziel. Auch der Viertplatzierte Jens Siebel gehörte bis 2 km vor Schluss noch zur Spitze des Laufs.
"Ein Doppelsieg gegenüber Tobias Dreier ist natürlich super. Insgesamt waren wir heute sehr stark", zeigte sich Egon Bröcher, Trainer der SG Wenden, begeistert. Mit Recht: Mit sechs Läufern unter den ersten zehn im Hauptlauf war der Südsauerlandlauf für die SG Wenden eine Vereinsmeisterschaft mit fremder Beteiligung.
"Das war mein bisher härtester Sieg hier. In den letzten Jahren war es weniger schwer, heute musste ich wirklich 100 Prozent geben", so Huckestein, der vor allem Tobias Dreier lobte. "Der hat voll dagegen gehalten, immer wieder angegriffen und das Rennen schnell gemacht."
Mit knapp 33 Minuten war Huckestein zwar fast eine Minute langsamer als im Vorjahr unterwegs, doch beim Anblick der bis zur Brust verschmutzen Läufer war jedem klar, woran das lag. Obwohl die Gemeinde mit einem Kraftakt die Kyrill-geschädigte Strecke kurzfristig in einen akzeptablem Zustand versetzt hatte, geriet der Südsauerlandlauf durch den Niederschlag der letzten Tage zu einer äußerst schlammigen Angelegenheit, was für das Tempo nicht eben förderlich war.
Zudem wurde vom Führungsquartett nicht konstant, sondern eher taktisch gelaufen. Nach sechs Kilometern konnten sich Simon Huckestein und Tobias Dreier leicht absetzen, wurden jedoch zwei Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt. "Ab da war es ein Ausscheidungsrennen. Bei einer Tempoverschärfung 500 Meter vor Schluss haben Simon und ich uns leicht gelöst", berichtete Alexander Brushinski.
Im Finale konnte 800 Meter-Spezialist Huckestein seine Stärken voll ausspielen und ließ seinem Teamkollegen keine Chance zum Überholen. "In der letzten Kurve war es sehr rutschig, da musste ich zurückziehen. Ich hätte auch gerne gewonnen, bin aber auch mit Platz zwei zufrieden", so Brushinski weiter.
Der nächste wichtige Termin für die Wendener steht in zwei Wochen bei der westfälischen Crossmeisterschaft an, bei der Huckestein und Brushinski mit Dominik Sasse, gestern Achter, im Teamwettkampf starten.
Auch bei den Frauen gab es mit Verena Dreier, Schwester von Tobias Dreier, die gleiche Siegerin wie im Vorjahr. Sie verwies mit der Zeit von 37:09 Minuten die Nachwuchstalente Carolin Tump und Jennifer Reichel (beide SG Wenden) mit deutlichem Vorsprung auf die folgenden Plätze.
Im Hobbylauf über 5 Kilometer siegte Knut Seelbach mit der Zeit von 16:15 Minuten. Schnellste Frau war Alina Golzow (LBC Banfetal). Zuvor waren bereits die Schüler und Schülerinnen über 1,5 bzw. 2,0 Kilometer auf die Strecke geschickt worden. Der Lauf der Bambinis (Jahrgang 2000 und jünger) über 400 Meter verkürzte den Zuschauern im Start- und Zielbereich die Wartezeit auf die Sieger des Hauptrennens.
Kreisleichtathletikobmann Kunibert Rademacher war derjenige, der dem Südwestfalenlauf eine Stimme verlieh. Er begrüßte fast jeden heimischen Läufer persönlich im Ziel und führte die Zuschauer mit seiner ganzen Fachkompetenz durch das Programm.
Vorbildlich: Nach den Wettkämpfen blieben die meisten Teilnehmer nicht nur, um am Verpflegungsstand wieder aufzutanken, sondern blieben bis zur Siegerehrung, sodass diese in der Halle der Konrad-Adenauer-Schule mit gut 400 Zuschauern in einem angemessenen Rahmen stattfand.
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