SFG fährt mit einem 2:3 heim, das sich wie ein Sieg anfühlt

Olpe/Nienburg..  Es kam personell noch schlimmer, als im Vorfeld bekannt. Ohne Zuspielerin - Louise Seidel blieb mit Fieber zu Hause - und auch ohne Trainer Michael Jürgens mussten die Volleyball-Damen des VC SFG Olpe in der Dritten Liga zum VC Nienburg reisen.

Nur acht Spielerinnen, darunter mit Rike Imhäuser eine „Aushilfskraft“ aus der Zweiten und zwei Libera, ließen das Schlimmste befürchten. Doch als es nach fünf aufreibenden Sätzen nur 3:2 (25:16, 24:26, 22:25, 25:22, 15:12) für die Gastgeberinnen stand, konnten die SFG-Mädels hoch erhobenen Hauptes die Rückreise antreten.

In dieser personell schwierigen Phase übernahm die selbst erst 20-jährige Mannschaftskapitänin Sarah Wolfschläger Verantwortung, übernahm die Regie als Zuspielerin und ersetzte den fehlenden Coach: „Es war zwar sehr ärgerlich, nach dieser Leistung nur einen Punkt mitgenommen zu haben, aber auf diesen einen Punkt können wir dennoch sehr stolz sein. Alle haben mehr als 100 Prozent gegeben.“

Es war mehr drin. Nach dem deutlichen ersten Satzverlust (16:25) wurde mehr als nur eine Schüppe draufgelegt. Starke Aufschläge (Kristin Brüser) und eine verbesserte Annahme führten zum Satzausgleich.

„Tierisch stolz auf die Leistung“

Und es kam noch besser. Drei Aufschlagserien von Anna Harnischmacher, Kristin Brüser und Sarah Wolfschlägerhielten Nienburg weiter auf Distanz. Es blieb Rike Imhäuser vorbehalten, in der kritischen Phase, als ein 12:1 bis 24:22 schmolz, mit einem Ass ihre Truppe mit 2:1 in Führungzu bringen.

Ein Punkt war damit sicher, doch am Ende nicht mehr. Das 22:25 und 12:15 zum Abschluss ließen die Partie noch einmal zugunsten der Weser-Damen kippen. „Bei dem ganzen Chaos kann ich nur sagen, dass ich tierisch stolz bin auf die Leistung, die wir erbracht haben. Es hat richtig Spaß gemacht und wir haben dastrotz der ganzen Probleme mehr als gut hinbekommen“, sagte Sarah Wolfschläger trotz der Niederlage, die sich wie ein Sieg anfühlte.

„Eigentlich wollte ich niemand hervorheben. Aber Anna (Harnischmacher, d.R.), die sonst nur noch als Libera agiert, hat ein klasse Spielüber Außen hingelegt“, stellte die SFG-Verantwortliche der „Außenangreiferin für ein Spiel“ ein Sonderlob aus. „Selbst Gegner und Nienburger Fans waren über unsere Leistung erstaunt. Sie können nicht verstehen, warum wir da unten drin stehen“, schloss Sarah Wolfschläger ihren Kommentar eines ganz besonderen Spiels. Das ist der Abstieg noch lange nicht vorprogrammiert.

SFG: Kristin Brüser, Anna Harnischmacher, Julia Feldmann, Anja Kempny, Laura Schriewer, Nicole Laskowki, Sarah Wolfschläger und Rike Imhäuser.