SF Albaum und VfL Heinsberg wollen ihre Stärken in Spielgemeinschaft bündeln

Auf in die Zukunft: Thomas Kordes, erster Vorsitzender der SF Albaum, Markus Kleffmann, zweiter Geschäftsführer des VfL Heinsberg, Johannes Ramm, Beisitzer der SF Albaum, und Alexander Ludwig, erster Kassierer des VfL Heinsberg (von links).
Auf in die Zukunft: Thomas Kordes, erster Vorsitzender der SF Albaum, Markus Kleffmann, zweiter Geschäftsführer des VfL Heinsberg, Johannes Ramm, Beisitzer der SF Albaum, und Alexander Ludwig, erster Kassierer des VfL Heinsberg (von links).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Diese beiden Vereine treten künftig komplett unter einem Namen an! So lautet die Erkenntnis nach der ersten gemeinsamen Informationsveranstaltung von Sportfreunde Albaum und VfL Heinsberg.

Heinsberg..  Keine Frage: Die Fußballklubs befinden sich spätestens seit Donnerstagabend auf dem Weg zu einer Spielgemeinschaft. 85 Mitglieder aus beiden Vereinen sind ins Hotel Schwermer nach Heinsberg gekommen.

Demografischer Wandel

Der kleine Raum platzt aus allen Nähten, als Markus Kleffmann, zweiter Geschäftsführer des VfL Heinsberg, die Versammlung eröffnet und durch das Programm führt. 59 Minuten später steht fest, dass auf beiden Seiten keine Widerstände gegen den geplanten Zusammenschluss existieren.

Es ist in erster Linie der demografische Wandel, der zum Handeln zwingt. Die Bevölkerungsentwicklung – in Heinsberg ging die Einwohnerzahl in den letzten Jahren von 1100 auf 945 zurück – trifft auch die Sportler mit voller Kraft. Der daraus resultierende Spielermangel bedroht den gesamten Spielbetrieb.

,,Den passenden Zeitpunkt zu finden ist schwierig. Aber man kann nicht bis Ultimo warten.

Die beiden Vorstände sind davon überzeugt, dass eine Spielgemeinschaft jetzt Sinn macht“, erklärt Kleffmann und ergänzt: ,,Es gibt Vereine, die den Zeitpunkt verpasst haben.“ Bei allen Unwägbarkeiten – insbesondere zwei schlagkräftige Argumente sprechen für eine noch intensivere Zusammenarbeit der beiden Nachbarn. Zum einen gehören beide Klubs der Kreisliga C an und begegnen sich sportlich auf Augenhöhe, zum anderen unterhalten sie bereits im Jugend- und Altligabereich eine Spielgemeinschaft. ,,Die Stärken beider Vereine würden sich ergänzen“, resümierte Kleffmann, der darauf hinwies, dass alle vier Seniorenmannschaften – zwei in Heinsberg und zwei in Albaum – eine Spielgemeinschaft befürworten. Die Argumente stachen.

Trainer Schulz und Gerguri

Aus der Versammlung gab es keinen Hauch von Kritik, sondern nur verbale Unterstützung sowie informative Hinweise oder Fragen. ,,Vor 50 Jahren wäre das nicht möglich gewesen“, bemerkte Kleffmann und wies auf die große Rivalität der beiden Klubs in der Vergangenheit hin. Vergessen, abgehakt. Im Saal machte sich stattdessen eine stille Zustimmung breit.

Die Klubs planen bereits die Zukunft und wollen mit Hilfe der Spielgemeinschaft, die bereits in der kommenden Saison an den Start gehen soll, den Spielbetrieb und damit das Überleben des VfL Heinsberg und der SF Albaum sichern. Und die Trainer für die erste und zweite Mannschaft stehen mit Sascha Schulz und Besian Gerguri auch schon fest.

Wie geht es weiter? Die Sportfreunde Albaum werden am 24. Januar und der VfL Heinsberg am 28. Februar in ihren Jahreshauptversammlungen über die Bildung einer Spielgemeinschaft im Seniorenbereich abstimmen lassen. Eine Formalie, wie die erste gemeinsame Informationsveranstaltung vermittelt.