Serkenrode/Fretter muss nochmal nach Heggen

Heiße Diskussionen gab es  nach dem umstrittenenen Tor für Serkenrode/Fretter in Heggen.
Heiße Diskussionen gab es nach dem umstrittenenen Tor für Serkenrode/Fretter in Heggen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Spiel zwischen dem SV Heggen und der SG Serkenrode/Fretter wird neu angesetzt.

Heggen..  Die Gäste hatten das Gemeinde-Derby in der Fußball-Kreisliga A am 19. April mit 2:1 gewonnen, doch der SV Heggen legte umgehend Einspruch gegen die Spielwertung ein.

Grund: Dem Ausgleichstreffer der SG Serkenroder/Fretter in der 77. Minute war ein Abseits-Pfiff vorausgegangen. Trotzdem lief das Spiel weiter und Moritz Heimes traf für Serkenrode/Fretter ins Tor. Schiedsrichter Walter Geberbauer revidierte daraufhin seine Abseits-Entscheidung, zeigte zur Spielfeld-Mitte und gab den Treffer zum 1:1.

Vor der Kreisspruchkammer zeigte Geberbauer Größe und gab sein Versehen zu. Das erleichterte die Urteilsfindung erheblich.

Für mehr Diskussionsstoff sorgte da schon der neue Spieltermin. So soll die SG Serkenrode/Fretter am Pfingstmontag nach Heggen fahren. Aber an Pfingsten ist das traditionsreiche Sportfest in Fretter.

„Sehr unglücklich,“ findet Marco Sasse, 1. Vorsitzender des SV Fretter dann auch diese Ansetzung. Und Herbert Schmidt-Holthöfer, Boss des SV Serkenrode, ergänzt: „Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass an Pfingsten Sportfeste im Kreis Olpe sind. Deshalb wird dieses Wochenende auch bewusst spielfrei gehalten.“ Genau so sei es auf dem Staffeltag auch bekannt gegeben worden.

Das Ärgernis bekommt noch zusätzlichen Schub dadurch, dass die SG-Mannschaft 24 Stunden vor dem Heggen-Spiel ein Diplomspiel gegen den FC Cobbenrode bestreitet. Ungeachtet dessen werden sie tags drauf in Heggen antreten. „Wir haben uns damit abgefunden,“ sagt Schmidt-Holthöfer. Mit den Trainern sei gesprochen worden.

Sasse erschließt sich nicht wirklich, warum man überhaupt am Montag Abend zur Kammer nach Kirchveischede reisen musste. „Wir wären mit einem schriftlichen Verfahren einverstanden gewesen,“ sagt er. „Das lässt der Ablauf der Regularien gar nicht zu,“ informierte Hubert Epe, Beisitzer der KSK. Zwar versteht Marco Sasse den Heggener Einspruch. Immerhin war das Spiel im April noch bedeutsam. Dritter gegen Vierter. Sasse: „Das war absolut in Ordnung.“

Doch heute? „Wenn beide Mannschaften besser gespielt hätten, wäre das auch heute noch so. Aber jetzt geht es nur noch um die Goldene Ananas“, weiß Schmidt-Holthöfer.

Und eine Einigung auf einen anderen Termin? Michael Berghaus, 1. Vorsitzender des SV Heggen hatte eine Chance gesehen, wollte der SG entgegenkommen: „Wir hatten Serkenrode/Fretter zum Beispiel angeboten, das Heimrecht zu tauschen und auf deren Sportfest zu spielen. Da hätten sie noch Einnahmen haben können.“

Doch hätten sich dazu beide Vereine kurzschließen müssen. Sasse: „Die Beziehung liegt zurzeit auf Eis.“ Überhaupt hätte Heggen ja auch „vom Einspruch zurücktreten“ können, meint Marco Sasse. Michael Berghaus: „Das ist immer noch unsere Entscheidung.“