Sechs Eisenmänner sind bereit

Die Roth-Starter aus dem Kreis Olpe, v.l. Christoph Klein, Ernst Klein, Thomas Tippmann, Andreas Berndt, Uli Gabriel und Wolfgang Rohe.
Die Roth-Starter aus dem Kreis Olpe, v.l. Christoph Klein, Ernst Klein, Thomas Tippmann, Andreas Berndt, Uli Gabriel und Wolfgang Rohe.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Dunkle Wolken hängen über der Lister. Sechs Männer in den besten Jahren stehen am See. Regenpause. Ihre Gedanken sind schon bei der Challenge in Roth. Und sie denken wohl schon im Stillen, wieviel denn nun ihre Spendenaktion „Tri-für-3“ eingebracht hat.

Kreis Olpe/Roth..  Doch Kassensturz ist erst Ende August. Nun fokussiert sich das Sextett erst einmal auf den Ironman am Sonntag. Die Stimmung ist bestens. „Wir sind alle heiß“, erklären sie unisono am kühlen Listersee, „unser Trainingszustand ist optimal.“

Beifälliges Grinsen. „Mit Gottvertrauen werden wir alle das Ziel erreichen“, so Uli Gabriel, „und nach zwei Kilometern Schwimmen werden wir den Rest mit Erfahrung überstehen.“ Galgenhumor ist angesagt. Und doch herrscht schon ein Vorstartzustand. Mit jedem Tag steigt der Adrenalinspiegel.

Klar, das Ziel für jeden kann zunächst nur „finishen“ heißen. „Aufgeben gibt’s nicht“, gibt Andreas Berndt den Anspruch der Truppe vor. Das Sextett tritt die Reise in die mittelfränkische Kreisstadt aber nicht alleine an. Schließlich sind neben den sechs Eisenmännern auch drei Staffeln am Start, zwei vom TV Attendorn und eine vom SC Olpe. Dazu Angehörige und Freunde, mithin ein Tross von rund 35 Personen, zur moralischen Unterstützung, die Andreas Berndt schon am Vorsonntag Christian Begemann (SC Olpe) bei der European Championship in Frankfurt hat zuteil werden lassen.

Erster Starter der „Tri-für-3“-Gruppe auf die 3,8 Kilometer Schwimm-Distanz wird um 7.15 Uhr Thomas Tippmann sein. Als Letzter der OE-Teilnehmer stürzt sich um 7.50 Uhr Ernst Klein in die derzeit 24,5 Grad warmen Fluten des Main-Donau-Kanals. Kurz danach werden 3415 weibliche und männliche Triathleten nicht nur aus Deutschland, sondern europaweit und auch aus Israel sowie Nord- und Südamerika von acht Stunden aufwärts den Kampf gegen Wellen, Gegenwind und den inneren Schweinehund aufgenommen haben.