Schöler und Steinebach vor dem Abschied
10.02.2009 | 23:17 Uhr 2009-02-10T23:17:56+0100Kreisgebiet. Der Handball-Kreis Lenne-Sieg steht vor einer großen Umstrukturierung im Vorstand. So werden sich die Vereinsvertreter bis zum Kreistag am 27. ...
... Juni einen neuen Vorsitzenden und wohl auch einen neuen Schiedsrichter-Lehrwart suchen müssen. Denn der langjährige Handballkreis-Vorsitzende Hilmar Schöler (Netphen) und der Schiedsrichter-Lehrwart und -Ansetzer Bernd Steinebach, dem eine "Beförderung" als Schiedsrichterwart in den Handball-Verband Westfalen (HVW) bevorsteht, stehen für ihre Posten voraussichtlich nicht mehr zur Verfügung.
Für den mittlerweile 68-jährigen Hilmar Schöler steht fest: Der 27. Juni, der Tag an dem der Kreisvorstand neu gewählt wird, ist ein Tag des Abschieds: "Ich mache die Vorstandsarbeit nun seit über 25 Jahren. Ich habe 1973 als Jugendwart begonnen, danach war ich Männer-Spielwart, 1986 habe ich die Nachfolge von Hans Scholz übernommen. Bis heute habe ich die Arbeit gerne gemacht, aber irgendwann muss auch Schluss sein. Ich bin keiner, den man mit 86 Jahren im Rollstuhl zur Verbandstagung fahren wird. Ich kann dem Handball im Kreis jetzt keine neuen Impulse mehr geben, da müssen neue Leute ran. Ich bin gerne bereit weiterhin zu helfen, aber eben nicht mehr an vorderster Stelle."
Schon bei der letzten Wahl hatte sich Schöler breitschlagen lassen, eine Amtsperiode dranzuhängen. Darauf will sich der Netphener nicht mehr einlassen. Für die Nachfolge war Cornelius Vowinckel, 2. Vorsitzender im Handball-Kreis, im Gespräch. Schöler: "Er hat abgesagt."
Doch die Nachfolge für das Amt des Vorsitzenden bereitet dem Handballkreis-Vorstand nicht die größte Sorgen. Großes Kopfzerbrechen gibt es vielmehr über die Neubesetzung im Schiedsrichterwesen. Denn es zeichnet sich ab, dass der Siegener Bernd Steinebach vor einer neuen Aufgabe als Schiedsrichterwart im HVW steht.
Für die Aufgabe des Verbands-Schiedsrichterwarts stehen neben Steinebach auch Georg Lau (Kreis Dortmund) und Ludger Brune (Kreis Hellweg) als Kandidaten zur Wahl. Die Findungskommission tagt am Samstag in Bönen (Kreis Unna).
Sollte Steinebach in den Verband Westfalen "befördert" werden, droht im Kreis Lenne-Sieg ein großes Loch. Denn auch Schiedsrichterwart Matthias Gillmann (Plettenberg) hat gegenüber Hilmar Schöler bereits seinen Abschied zum Sommer hin angekündigt. Im Sommer 2008 war bereits der Plettenberger Klaus Plötz als Schiedsrichterwart zurückgetreten - seine Aufgaben hatten danach Bernd Steinebach und Gillmann übernommen.
Und so schlagen wohl zwei Herzen in der Brust von Hilmar Schöler: Das eine schlägt für die Weiterentwicklung von Steinebach, den er beim Verband sogar selbst vorgeschlagen hatte; das andere schlägt für Steinebachs Weiterarbeit im Kreis.
Denn Schöler weiß nur zu gut: "Beim Schiedsrichter-Ansetzer bleibt die ganze Arbeit hängen. Steinebach ist eigentlich kein Ansetzer sondern ein ständiger Umbesetzer. Er muss immer wieder kurzfristig Löcher stopfen. Wenn wir für diese undankbare Aufgabe keinen finden, dann müssen wir zur Not einen bezahlten Schiedsrichterwart suchen."
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