Schlechte Nachricht vor dem Derby: Marcel Becker geht

Hünsborn..  Es war exakt 20.14 Uhr, als bei Rot-Weiß Hünsborn eine große Fußballer-Laufbahn zu Ende ging. Marius Schneider, 34 Jahre alt, 28 Jahre im Verein und 16 Jahre Spieler der ersten Mannschaft, davon zehn Jahre Kapitän, ging von Bord.

Vor dem Landesliga-Kehrausspiel gegen den FC Lennestadt (1:2) gestern Abend wurde er vom RWH-Vorstand vor 300 Zuschauern und mit viel Applaus gebührend verabschiedet (Foto folgt).

Marius Schneider wird dem Verein aber in verantwortlicher Form erhalten bleiben: Er wird sportlicher Leiter. „Ich habe selten so einen Super-Typ erlebt wie Marius Schneider,“ lobte Vorsitzender Manfred Arns den scheidenden Kapitän in seiner Kurzansprache.

Während Schneiders Abschied seit längerem feststand, wartete Ehrungs-Moderator Siegbert Junge mit einer echten Überraschung auf, wenn auch keiner freudigen. Denn auch Marcel Becker wird wechseln. Den 19-Jährigen zieht es zum TuS Erndtebrück. Diese Personalie hatte sich erst in der Woche ergeben. Becker schaffte den Sprung von der starken A-Jugend in die erste Mannschaft und will nun am Erndtebrücker „Pulverwald“ sein sportliches Glück versuchen. „Die Tore in der WeberHaus-Arena stehen dir immer offen,“ rief ihm Siggi Junge zu, nachdem er ihm viel Glück gewünscht hatte.

Glück fehlte den Hünsbornern gestern im Spiel gegen den FC Lennestadt, genauer gesagt: Chancenglück. Denn Möglichkeiten, ein besseres Ergebnis als das 1:2 (0:2) herauszuholen, hatten die Rot-Weißen nicht zu knapp. Vor allem Marius Uebachs herrlicher Heber (18.) aus gut 20 Metern wäre ein Treffer wert gewesen, und sein Schrägschuss kurz drauf zischte nur knapp am Tor vorbei.

Doch da stand es schon 0:1 aus Hünsborner Sicht. Christian Schmidt hatte nach nur vier Minuten auf Vorlage von Sebastian Kaufmann für die Lennestädter getroffen. Noch vor der Pause legte Christian Schmidt mit dem 0:2 nach (39.).

Auch nach dem Wechsel besaß RW Hünsborn Chancen, seinen Fans zum Abschluss noch ein Erfolgserlebnis zu präsentieren, doch auch auf der Gegenseite hätt der FCL erhöhen können, so als Christian Schmidts abgefälschter Schuss die Torlatte traf.

In der 88. Minute durfte der Hünsborner Platzsprecher dann doch noch zum letzten Mal in dieser Saison die Tormelodie anwerfen, als Marius Uebach mit einem wunderbaren Schuss aus 25 Metern traf.