SC Oberhundem in WM-Form

Oberhundem..  Klack-klack, klack-klack, klack-klack – es war dieses fast rhythmische Geräusch, das die Athleten an jeder Slalomstange beim Internationalen Inline Cup in Oberhundem intonierten.

Immer wieder knallte die Außenhand an die Stange, die dann regelmäßig kurzzeitig auf dem Asphalt landete, sich dann aber auch sofort wieder aufrichtete. Und es waren nicht nur die Routiniers, die Weltmeister und Platzierten des vergangenen WM-Jahres, sondern auch die Champions von morgen und übermorgen, die dieses Klangbild verursachten.

Der SC Oberhundem hatte erneut Generalstabsarbeit geleistet und knüpfte nahtlos an die WM des Vorjahres an. 153 Meldungen für den Slalom, 85 Teilnehmer für den Riesenslalom – und alle kamen. Von Dreifach-Weltmeister Manuel Zörlein („Ich komme gerne hierher, das ist meine Lieblingsstrecke“) und seinem Pendant Ann Krystina Wanzke (beide DAV Neu-Ulm) bis zu den jüngsten Kindern der U8 war der intime Charakter der Inliner-Familie spürbar. Andreas Schöttes, 1. Vorsitzender des SCO, betonte aber auch: „Es geht hier um wichtige Punkte, die zur Teilnahme an den Weltcups berechtigen.“

„Wir sind einfach Verrückte“

Für den „internationalen“ Touch haben ein 46-jähriger Italiener und der achtjährige Georgs Smalcs aus Lettland gesorgt. „Wir sind einfach Verrückte“, so sein Vater, der mit Familie von Freitag bis Montag in Oberhundem weilte. Viele Teilnehmer kamen vor allem von den süddeutschen Zentren wie DAV Neu-Ulm, TSV Degmarn, TG Tuttlingen, FC Chammünster, um nur einige zu nennen. In den Jugendklassen waren aber beim Slalom auch die regionalen Vereine wie SK Winterberg, SC Sundern, SV Oberes Banfetal und natürlich der SC Oberhundem mit zweistelligen Teilnehmerzahlen vertreten.

Eröffnet wurde der Inline Cup mit dem „Skitty Race“, einem Geschicklichkeitswettbewerb für U7 bis U12 in der Dorfgemeinschaftshalle. Bereits hier war bei den Youngstern eine hohe motorische Feinform erkennbar. Einige von ihnen wagten sich auch schon beim Slalom auf die „Streif von Oberhundem“. Nervosität prägte den ersten Auftritt ihrer „Karriere“, aber die Augen strahlten umso mehr beim späteren Empfang der Medaillen und Urkunden.

Sonderlob an Pascal Hofrichter

Rollenwechsel war am Samstag beim Slalom angesagt. Unterbrechungen wegen Regenschauer, Aufziehen der weichen Rollen, Neustart für die Schüler U14. Doch am Ende liefen die einzelnen Wettbewerbe unter gleichen Bedingungen ab. Der Riesenslalom am Sonntag verlief unter optimalen Voraussetzungen. „Wir sind mit dem Ablauf sehr zufrieden. Vor allem bin ich über die hohe Anzahl unserer Nachwuchssportler erfreut“, atmete Andreas Schöttes erst einmal tief durch und zollte dem 8-jährigen Pascal Hofrichter ein Sonderlob: „ Er wagte sich als Einziger von uns auf den schwierigen Parcour des Riesenslaloms.“ Und: „Wir wollen uns auch im nächsten Jahr wieder für eine internationale Veranstaltung bewerben.“

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