SC LWL 05 will in die Bezirksliga 5

Eine Sektdusche muss das Erfolgsduo Gilbert Florath und Trainer Jörg Rokitte über sich ergehen lassen.
Eine Sektdusche muss das Erfolgsduo Gilbert Florath und Trainer Jörg Rokitte über sich ergehen lassen.
Foto: WP
So eine Fusion hat auch feiertechnisch ihr Gutes: Im Falle eines Titelgewinns wird die Mannschaft gleich in drei Orten empfangen. So erging es dem SC LWL 05 am Sonntag. Der frischgebackene Bezirksligist bekam Ovationen in Neu-Listernohl, in Windhausen und in Lichtringhausen.

Neu-Listernohl..  „Das waren ganz tolle Empfänge,“ schwärmte Gilbert Florath, 1. Vorsitzender des SC LWL, auch am Tag rauf noch, „als die Leute in Lichtringhausen Spalier standen, gab es kein Halten mehr. Da läuft’s mir heute noch kalt den Rücken herunter.“

Besonders imponiert hat Florath, wie die junge Mannschaft von Trainer Jörg Rokitte beim entscheidenden Spiel in Heggen die Nerven behalten hat und 2:0 gewann. „Hut ab vor diesen Jungs. Die Anspannung war riesengroß. Es sind ja zig Fans mitgefahren,“ berichtete Gilbert Florath.

Auch während der gesamten Saison sind die LWL-Fußballer und Jörg Rokitte sehr gut mit schwierigen Situationen umgegangen. So war der Mitkonkurrent VfR Rüblinghausen zwischendurch schon um fünf Punkte enteilt. Florath: „Aber wir kannten unsere Stärke, haben immer weitergearbeitet und an uns geglaubt.“

Kurios, aber wahr: Viel Kraft und Selbstbewusstsein schöpfte LWL aus seinen Pokalspielen. Gegen den FSV Gerlingen und den FC Altenhof, beides Bezirksligisten, setzte sich die Mannschaft von Jörg Rokitte durch. Und gegen den neuen Westfalenligisten SpVg Olpe schied sie erst nach hervorragendem Spiel aus. „Diese Pokalspiele haben die junge Truppe aufgebaut,“ blickt der Vorsitzende zurück.

Da ließen sich auch Rückschläge in der Meisterschaft wegstecken. Florath: „Wir wussten: Irgendwann hat auch Rüblinghausen mal Schwankungen.“ Als LWL dann das direkte Duell gegen den VfR - glücklich - gewann, ahnte Florath: „Jetzt ziehen wir ab.“

Der Bezirksliga-Aufstieg ist der Höhepunkt einer Entwicklung, die 2005 ihren Anfang genommen hat. Aus dem SC Listernohl, den Sportfreunden Windhausen und dem SV Lichtringhausen wurde der SC LWL 05. Der Verein hatte sich eine gute Jugendarbeit auf die Fahnen geschrieben. Für die wird er heute belohnt.

Doch so glatt verlief der Weg nach oben nicht. Gerade einmal drei Monate war Gilbert Florath Vorsitzender, da traf den Verein der Abstieg in die Kreisliga B. „Ein echter Tiefschlag,“ erinnert sich Florath.

Die Umstellung von der zwei- auf die eingleisige Kreisliga A gereichte den 05ern zum Verhängnis. Ein Platz war in dieser neuen, geschlankten Liga noch frei. Und um den spielten der SC LWL 05 aus der A2 und der SV Maumke aus der A1. „Der Mike Gastreich hat uns damals abgeschossen,“ erinnert sich Florath noch mit Grausen an die Niederlage gegen Maumke auf dem neutralen Platz in Dünschede.

Die Rückkehr in das Kreis-Oberhaus gelang. Und auch das Vorhaben, sich dort zu etablieren.

Das soll auch in der neuen Umgebung gelingen. Nur: Mit wem hat man es zu tun? Spielt LWL 05 in der Bezirksliga 5 oder 4?

Für Gilbert Florath ist der Fall klar, wo sein Verein gern zuhause sein möchte: In der Staffel 5. Dort, wo der FSV Gerlingen, der SV Rothemühle, der VSV Wenden, der SC Drolshagen sicher spielen, und je nachdem, wie das Aufstiegsrennen zur Landesliga verläuft, vielleicht Ottfingen und/oder Altenhof. Auch die Vereine aus dem Märkischen Kreis sind recht nah dran. „Dagegen fängt in der Gruppe 4 unter 35 Kilometer Entfernung keiner an,“ verdeutlicht Florath. Der FC Kirchhundem ist da noch der nächste „Nachbar“, aber es winken auch Fahrten nach Brilon, Warstein oder Dorlar.

Gewarnt ist der LWL-Vorsitzende durch den TuS Plettenberg. Der Verein grenzt ja direkt ans LWL-Gebiet und wurde der „Hochsauerland-Bezirksliga“ zugeordnet. Florath hat daher sofort einen Antrag zum Verband geschickt mit der Bitte, dass man LWL in die Staffel 5 eingruppieren möge. Florath: „Gut: Man sagte mir, da gehen so viele Wünsche ein. Aber ich hoffe dennoch, dass wir die Lokalkämpfe bestreiten können.“

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