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Handball-Derby vor 350...

Routine entscheidet zu Gunsten der HSG Lennestadt-Würdinghausen

06.12.2009 | 18:35 Uhr

Attendorn. Das Handball-Derby des Jahres zwischen der SG Attendorn-Ennest und der HSG Lennestadt-Würdinghausen hielt, was es im Vorfeld versprochen hatte: Flotten Angriffs-Handball, 71 Treffer, mit 350 Fans eine tolle Kulisse und damit die erhoffte Werbung für diesen Sport.

Dass nach den unterhaltsamen 60 Minuten der Favorit aus der Lennestadt mit 37:34 (15:13) als Sieger das Parkett verließ, war ein Verdienst seiner Routiniers Torsten Sonntag und Holger Fleisch. Die wurden tatkräftig unterstützt von Rekord-Torjäger Peter Schneider-Bickmann und dem durchsetzungsstarken Kreisläufer Greißner. Gemeinsam gaben sie dem Spiel nach dem 3:7-Fehlstart das Gepräge und die Wende.

Attendorn/Ennest beginnt hoch motiviert

Denn in den ersten 15 Minuten sah es um den Favoriten von der Lenne schlecht aus. Da führte die hoch motivierte SG Attendorn-Ennest mit 7:3, angetrieben von Dennis Schröder, Simon Lippe und Rechtsaußen Christian Springob. Ihre Fans waren begeistert.

HSG-Trainer Klaus Kraß zog die Notbremse, als er sah, dass seine jungen Spieler Nerven zeigten und schickte die langjährigen Verbandsliga-Oldies Schneider-Bickmann, Sonntag, Manke und Fleisch auf das Feld. Sie stabilisierten mit offensiverer Deckung gegen die SGA-Antreiber Lippe und Schröder nicht nur die Defensive, sondern sorgten auch für mehr Dynamik und Torgefahr im Vorwärtsgang.

Torsten Sonntag und Holger Fleisch überragend

Speziell der überragende Torsten Sonntag und Senior Holger Fleisch düpierten die gegnerische Deckung ein ums andere Mal und nutzten dabei die durch die SGA-Manndeckung für Schneider-Bickmann entstandenen Lücken. Sie sorgten vorrangig für die 15:13-Wende bis zur Pause.

Nach Seitentausch dominierte die HSG noch klarer, setzte sich schnell auf sechs Zähler (25:19) ab, ließ fortan über 28:21 und 32:27 nichts mehr anbrennen und festigte am Ende mit dem 37:34-Sieg ihren Bezirksliga-Spitzenplatz.

Benni Franz wird schmerzlich vermisst

SGA-Trainer Wolfgang Münch kritisierte nach dem Abpfiff die Undisziplin seines Teams in der zweiten Hälfte, womit man der HSG, die sogar noch sechs Strafwürfe ausließ, in die Hände spielte: „Doch enttäuscht hat meine Mannschaft nicht,” so Münch. Was er bedauerte, war, dass Benni Franz wegen Schmerzen im Rücken über Kurzeinsätze nicht hinauskam. Münch: „Er hat uns sehr gefehlt.”

Auf den Punkt brachte es HSG-Macher Klaus Kraß: „Unser verdienter Sieg war ohne wenn und aber ein Erfolg unserer Routiniers. Ohne die überragenden Sonntag und Fleisch wären wir heute nur Bademeister geworden.”

Tolles Rahmenprogramm

Den Attendornern bescheingte Kraß eine starke Leistung: „Sie haben es uns verdammt schwer gemacht und haben damit sowie mit einem tollen Rahmenprogramm zur Handball-Werbung beigetragen.”

SGA: Rusch, Stumpf; Schröder (7), Lippe, Springob (je 6), Skrijelj (5/5), Höffer (4), Fernholz (3), Ohm (2), Meier (1), Franz, Herberholt, Wehmeier und Wicker. — HSG: Schwope, Berghoff; Sonntag (12/3), Schneider-Bickmann (7/2), Fleisch (6), Greißner (5), Hebbecker, F. Sobbeck (je 2), Hennrichs, Manke, Simon (je 1), Rölle.

Klaus Dephilipp

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