Rosenberg kam, sah und siegte

Im letzten Jahr hatte Roman Rosenberg den Turniersieg in der Herren-S-Klasse noch klar verpasst. Dabei hatten die Organisatoren des Attendorner Neujahrsturniers alles versucht, damit der damals noch für den TTC Schwalbe Bergneustadt spielende Rosenberg in der Rundturnhalle an den Start gehen konnte.

Weil der Zelluloidkünstler noch ein Meisterschaftsspiel vor der Brust hatte, wurde der Spielbeginn der Königsklasse um fast zwei Stunden hinausgezögert.

Was Roman Rosenberg noch heute peinlich ist. Denn mit dem Titelgewinn wurde es bekanntlich nichts. Rosenberg verpasste sogar den Sprung ins Halbfinale.

Diesmal war alles anders. Am Sonntag erschien der Mitfavorit pünktlich in der Rundturnhalle. Bis zum Sieg in der Herren-S-Klasse war es aber noch ein weiter Weg. Aber nicht weil Roman Rosenberg mittlerweile für den Badenligisten TTC Mühlhausen aufschlägt und an der Grenze zur Schweiz wohnt. Seine Gegner im Halbfinale und Endspiel – Michael Servaty (TuS Xanten) und Erik Bottroff (Borussia Dortmund) – verlangten dem 31-jährigen alles ab.

Nach der Siegerehrung ging es abends zurück zur Familie. Aber nicht nach Baden-Württemberg, sondern ins benachbarte Siegen.
Martin Droste