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Patrick Bettig: „Das ist eine lange Geschichte“

18.01.2016 | 15:55 Uhr
Patrick Bettig: „Das ist eine lange Geschichte“
Patrick Bettig.Foto: Martin Droste

Lennestadt.   Nur als Zuschauer verfolgen kann Patrick Bettig am Dienstag das Handball-Benefizspiel seines TuS Ferndorf in der Sporthalle „Auf’m Ohl“ in Meggen.

Der Attendorner in Diensten des Zweitliga-Aufsteigers hat seit dem 27. Juli kein Spiel mehr bestritten. „Das ist eine lange Geschichte“, blickt der 23-jährige BWL-Student auf seine Leidenszeit zurück.

Probleme verschwinden nicht

Gerade eine Vorbereitungswoche hat der linke Rückraumspieler nach der Rückkehr der Ferndorfer in die 2. Liga mitgemacht. Beim Werfen spürte Patrick Bettig starke Schmerzen im rechten Ellenbogen. Die erste Diagnose lautete Muskelfaserriss im Oberarm. Aber nach einigen Wochen waren die Probleme mit der Wurfhand immer noch da.

TuS Ferndorf kommt
Benefizspiel in Lennestadt

Das Benefizspiel des TuS Ferndorf gegen die vom Kreisvorsitzenden Klaus Kraß trainierte HSG Lennestadt-Würdinghausen wird am Dienstag, 19. Januar um 20 Uhr in der Sporthalle „Auf’m Ohl“ in Meggen angepfiffen. Zuvor findet dort ein öffentliches Training des Handball-Zweitligisten statt.

Der Erlös kommt der ehrenamtlichen Arbeit mit Flüchtlingen in Lennestadt und Kirchhundem zugute.

Erst nach einer Operation beim Spezialisten Professor Müller in der Uni-Klinik Köln herrschte Gewissheit. Bettig, dessen Vertrag beim TuS noch bis zum 30. Juni läuft, hat einen Knorpelschaden im Ellenbogen. Nach dieser für einen Handballer schlimmen Diagnose ist der 23-Jährige erst einmal „in ein Loch gefallen“. Allerdings hatte die handballlose Zeit auch ihr Gutes. Der Attendorner hatte mehr Zeit für das Bachelor-Studium und absolvierte „mein bestes Semester“.

Inzwischen blickt der Sohn von Arnold Bettig und Neffe von Jürgen Rengel, beides langjährige Leistungsträger bei der SG Attendorn-Ennest und TSG Lennestadt, wieder nach vorne. „Ich hoffe, dass ich im Februar wieder ins Training einsteigen kann“, ist der 1,94 Meter große Attendorner vorsichtig optimistisch. Und wenn alles optimal läuft, will der BWL-Student an der Uni Siegen aktiv mithelfen, dass der TuS Ferndorf in der 2. Handball-Bundesliga bleibt. Am Dienstag ist Bettig, der seit sechs Jahren für die Siegerländer spielt, beim Auftritt des TuS Ferndorf in Meggen aber nur in der Zuschauerrolle.

Auch Christian Feldmann fällt länger aus

Auch ein anderer prominenter Attendorner Handballer ist zurzeit verletzt. Christian Feldmann, Spielmacher beim Drittligisten SG Schalksmühle-Halver, musste an der Hüfte operiert werden und fällt für den Rest der Saison aus. Sein älterer Bruder Michael ist Trainer des Oberliga-Teams des TuS Ferndorf und hat in dieser Saison schon zwei Mal in der Zweitliga-Mannschaft ausgeholfen. Beide stammen aus der Ennester Handballfamilie Feldmann. Mutter Monika hat auch den jungen Patrick Bettig trainiert. Vater Rudolf war ebenfalls eine Handballgröße.

Martin Droste

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2016-01-18 15:55
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