Ottmar Griffel: „Träume einfach mal beenden“

1 Hallo, Herr Griffel. das Stadion kennen Sie noch, oder?

Klar, hier habe ich in den 80ern ja selbst noch für die Sportfreunde gespielt.

2 Kennen Sie noch Namen von damals?

Erni Meister, Alfred Seiler, Roland Göbel, Dieter Rama, ein Jahr mit Norbert Dickel - alles Jungens aus der Region. Das ging damals in der höherklassigeren Oberliga als heute gut - und das muss auch jetzt wieder das Ziel sein. Andere sportliche Ziele möchte ich gar nicht nennen. Das wäre jetzt total verfrüht. Aber auch damals hatten wir hier schon 4000 Zuschauer - und einmal gegen RW Lüdenscheid sogar 8000.

3 Das ist lange her. Seitdem ist viel passiert - positiv wie negativ. Zuletzt waren es eher negative Dinge. Was wollen Sie daran ändern?

Wir beschreiten einen neuen Weg, müssen zu den Wurzeln zurück. Weil das die einzige Möglichkeit ist, Ruhe in diesen Verein, ins Umfeld zu bekommen. Ich glaube, dass die Verantwortlichen im Vorstand das jetzt erkannt haben, weil es anders zur Zeit nicht möglich ist. In einer solchen Situation müssen die Träume von vergangenen Zeiten einfach beendet werden, darf man nicht an die 3. oder gar die 2. Liga denken. Wir sind Oberliga, ein Amateur-Verein von vielen. Das muss den Leuten bewusst werden. Und sie müssen erkennen, dass es in der Oberliga mit einer neuen, jungen Mannschaft nicht einfach wird.